Compaß. 77
Compaß (i B. 241). Wm. Baia, ein englischer Steuer»wann, hat zu Edinburg einen Versuch über die Verände-rung des CompasseS herausgegeben, worin er zeigt, daßdie Veränderung des Schiffsschnabels bedeutenden Einflußdarauf hat. Er bestätigt das wichtige Resultat vonFlinders, daß der, durch combinirte Attraction entstan-dene Jrthum proportional ist dem Sinus des Winkelszwischen dem Schiffsschnabel und dem magnetischen Me-ridian, welche Richtung der Schiffsschnabel auch habenmöge. Auch ist es gewiß, daß bei Kriegsschiffen, Kugelnund Kanonen, und bei Kauffartheischiffen das Eisen,wenn sie damit beladen sind, bedeutend auf die Abwei-chung des Eompasses einwirken. — Oppos. Vl. igry.S. 472.
Com paßhäuschen, Worin die Lampe oberhalb der Mag-netnadel in einer runden Kapsel angebracht ist, und dieRose durch die Zurückstrahlung von oben nach unten er-leuchtet, hat der Engländer Grant Preston erfunden,— Prechtl Jahrb. d. pol. Inst. I. 460.,
Compensationspendel (Z B. ioy). Georg Gra-ham war der erste, der es versuchte, das Pendel so zu-sammen zu setzen, daß die Veränderung der Warme undKälte keine veränderliche Wirkung auf das Pendel äußernkonnte. Zu dieser Absicht machte er die Pendelstange ausEben-, Fichten-, Tannen- oder Nußbaumholz, weil dasHolz nach der Länge der Fasern durch Wärme nicht merk-lich ausgedehnt, und durch Kälte nicht merklich zusam-mengezogen wird. Aber leider fand er nun: daß die indie Poren des Holzes eindringende Feuchtigkeit wieder an-dere. Unrichtigkeiten bewirkte. Er kam daher auf denglücklichen Gedanken, die Wirkungen der Wärme undKalte auf Pendeln durch die Ausdehnung und Ausam-menziehung verschiedenartiger Metalle gegen einander selbstaufheben oder cvmpensiren zu lassen, so, daß dadurch der