Gottesfreundchaler. ,67
nachgeahmt. Der sächsische Tuchmacher M art. Schmidtzu (Kcimma machte 1729 den, ersten glücklichen Versuch.In Frankreich wurde diese Erfindung einige. Jabre spaterausgeführt. Die erste Druckerey dieser Art kam in Nouei,zu Stande. Zwei Künstler zu Amiens , Bouvalet undFlessrlle, verbesserten sie in der Folge. Anfangs wandteman die neue Kunst blos auf Serge an, bald nachheraber auch auf Waaren von Kameelhaar, besonders aufPlüsche, und vor zo Jahren am meisten aus Kamelot,Kammy, rc. Heiffg'emachte schwere kupferne Plarteirwurden durch eine starke Presse auf das Zeug gedrückt.Bouvalet gerieth auf die Erfindung, das Drucken miteinem Walzwerke zu verrichten; und Flessellsbrachte, um einen beträchtlichen Theil Kohlen zu ersparen,in der Druckwalze selbst einen Rost mit Feuer an. Ja-kob Maak aus Stuttgart wollte 1745 zuerst in Grim»ma in der Verfertigung des englischen Flanells unterrich-ten. Man fand aber nicht für gut, seine Vorschläge an-zunehmen. Nicht lange Nachher singen jedoch Sam.Kindler, Gottfr. Brech, und Gottfr. Krebs an,die englische Erfindung nachzuahmen; und auf diese Artentstanden zu Gcimma die trefflichen Golgasmanufactu-ren, die mehrern taufend Menschen Nahrung verschafften.Alle deutsche Golgasmanufacturen verdanken der Grim-maischen ihren Ursprung. — Poppe Gesch. d. Aechn, k.296.— Handb. d. Erf. 2i2. .
Gottesfceundthaler, »der P fa f f e n f e.i n dt.baker.Eins Spottmünze vom Herzog Ehristian zu Braun-schweig von 1622. Avers : Gottes freund, derPfaffen Feind. — Schellenberg Handl. I. 3 . 43 »
Gottesgelahrheit. Der erste, der einen kurzen Jnde-zriff der ganzen Gottesgelahrheit zu liefern unternahm,war Augustinus im IV. Jahrh. — Stolle Hist. d.theol» Gel, rz. Der erste, der der mystischen Gottesge-