i8o Harnsah.
wo der Harn in ganz ungewöhnlicher Menge abgesondertwird. In dem Journ. d. Erf. VI. 21. S. uz. wirdein Fall von einer Frau angeführt, die, nach froh undgesund verlebten Tagen, in ihrem zosten Jahre von einemHarnfluß befallen wurde, wobei ihr täglich mehr als 20bis 2g Pfund Urin abgingen, da sie doch den Tag hin-durch kaum die Hälfte der Flüssigkeit zu sich nahm.Dieser Harn schmeckte ganz zuckersüß, und ein chemischerVersuch zeigte, daß i Pfund Urin an 6 Drachmen Zuckergab. Die merkwürdige Entdeckung, daß der, bei derHarnruhr abgehende Urin, sehr reich an Zuckecstoff ist,haben Frank zu Wien, und Mirabelli zu Pavia zu-erst gemacht. — Die eben gedachte Frau starb nach eini-gen Monaten an der Auszehrung. — Am ringef. O.Neuere höchst merkwürdige Untersuchungen über diesenGegenstand, haben Rollo, Fourcroy, u. a. bekanntgemacht. — Das. X. zy. S. 84. ingl. 40. S. 42.Harnsalz. Hellor scheint der erste gewesen zu seyn, dervon dem, dem Harnsalze beigemengten phosphorsaurenMineralalkali redete (1737). Er hielt es aber für Sele-mt. Haupt machte es 1740 naher bekannt, und nanntees sal wiradils perlaturn. M arg gras gedenkt seiner1745 unter dem Namen sal uriuse kusidile ssouu-äum, und glaubte, weil es zur Bereitung des Phospho»rus nicht geschickt ist, schließen zu müssen, daß keinePhosphorsaure darin enthalten sey. Pott hielt es 1757für eine Art Glaubersalz. Rouelle der jüngere be-richtigte 1776 die Meinung zuerst darüber, und nanntees schmelzbares Harnsalz, mit einem mineralisch-alkalische» Grundtheile (ssl kusibls ü dass äs uatruoa).
— Gren Handb. d. Ehem. 2te Aufl. II. 460.Harzgulden, Wildemannsgulden. Sind Herzogl.
Braunschweigische Gulden vom XVI. bis XVIII.'Jahrh.
— Srhellenberg Handlex. I. 367.