Ig6 Horns und Knochendrehrr.
brauchli'ch gewesenen Aderlaß- und Schröpfköpfeaus Horn, so wie die aus Horn geformten Laternen,denen man auch in China einen hohen Werth beilegt. —Die Chineser erfanden zuerst die Kunst, das zu Tafelnverarbeitete Horn so zusammenzufügen und zu läthen,daß solches aus Einem Stücke zu bestehen scheint. Vonden Chinesern ist diese Kunst an die Engländer über-gegangen. Aber die Kunst, das Laternenhorn zu verfer-tigen, bleibt den Chinesern ganz eigenthümlich, und sietreiben damit einen bedeutenden Handel nach Europa . —Die Kunst, in Horn zu drehen, ist ohngefähr imAnfange des XVII. Jahrh, durch einen Künstler, Na-mens Nicolaus Grün, in Aufnahme gebracht worden.— Die Paternoster aus Horn sind viel langer, alsdie übrigen Hornarbeiten bekannt. Seit ivyo kennt manschon die, von einem französischen Eremiten, NamensPetrus (3 B. 242), welche aus 55 Kügelchen bestehen.Seit 1204 sind die von Dominicus Calagurita-nus bekannt, die aus 150 Kügelchen bestehen. Diejetzigen bestehen aus 6z Ave Maria, 7 Paternosternund 1 Credo. — Hermbstädt Museum. II. 24z. ff.
Horn- und Knochendreher. Waren schon in derMitte deS XV. Jahrhunderts zu Geißlingen bei Ulm ,zünftig. Damals war aber die Arbeit schon im vollenGang?; st« müssen also schon lange vorher ihren Ursprunggenommen haben. — Poppe Gesch. d. Techno!. II. 308.
H osen-Mand ate, s. Pluderhosen.
HubertSburger Friedenstractat, der dem stebensäh-rigen Kriege ein Ende machte, ist von den Bevollmäch-tigten der Höfe von Berlin, Wien und Dresden amiZten Febr . 1763 unterzeichnet wxrden. — Jäger hist.stat. Zeit. Lex. I. 713.,
Hufeisen (2 B. 146). Elastische Hufeisen, die sich eini-germaßen nach. dem Huf des Pferdes schmiegen, und ihn