Kupfergroschen. 245
Man hat diese Geschirre seit der Zeit Gesundheitsge-schirre, oder Neuwieder SanitätS-Kochgeschirregenannt. Remery in Paris hatte schon 1741 sehr guteKoch- und Speisegeschirre geliefert, worin die Speisengut und schmackhaft bleiben. Aber «S fehlte ihnen nochviel an den Vorzügen der nachmaligen Neuwieder Ge-schirre. — Poppe Handb. d. Erf. 12Ü.
Kupfergroschen. Eine geringhaltige Silbermünze desXVII. Jahrh., welche Kaiser Ferdinand II. 162z inOesterreich , Böhmen und Schlesien prägen ließ. —Schellenberg Handl. I. 49z.
Kupferstecherkunst (2 B. 302). Man setzt die Erfin-dung derselben zwischen die Jahre 1420 und 1450. —Rüst und Schöne zu Colmar haben schon 1440 inKupfer gestochen. Die Italiener lernten diese Kunst zu-erst von den Deutschen . — Die getuschte Manier hatnach einigen der Nürnbergische Künstler, Johann AdamSchweikard, um die Zeit zwischen 1750 und 1756erfunden. — Die Kunst, in Crayonmanier zu stechen, er-fand Arthur Pond in London zu eben der Zeit. —Poppe Handb. d. Erf. Zgi.,
Kupferstich (5 B. 270). Das älteste Buch mit Kupfer-stichen, welches in Deutschland herauskam, war dasMissals Horbixolsnss, 1481. kol. — Poppe Gesch.d. Techn. III. roä. s. Crayonmanier. Punctirte Manier.Getüpfelte Manier. Gewaschene Manier. Colonrle Kup-ferstiche. Radirnadel. — Eine leichte Methode, die Kupfer-stiche zu reinigen und weiß zu machen, hat Fabbronierfunden. — Journ. f. Fabr. igoo. S. 144.
Kupferstiche auf Geschirre zu brennen (5 B. 270).Gewöhnlich schreibt man den Engländern die Erfindungdieser Kunst zu, und setzt sie in die letzten Jahre desXVIII. Jahrhund. Aber schon vor 40 Jahren ist dieseKunst von den Deutschen , und zwar zu Rollhofen bei