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Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
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Linsenförmige Gläser.

Spur von dem Gebrauche der Vergrößerung durch Gläserfindet man im XII. Jahrh, bei dem Araber Alhazen .Aber frühestens erst am Ende des XIII. Jahrh, wurdendie eigentlichen Brillen (s. diese) erfunden. DurchRoger Baco , einem englischen Franciscanecmönch (geb.»214, gest. 1294) lernten wir zuerst die Brillen und an-dere linsenförmige Augengläser kennen. PaterRivalto meldet in einer Sammlung von Predigten, dieer im I. 1305 abfaßte: Es sey noch nicht 20Jahre, daß man die Augengläser, eine der be-sten und wohlthätigsten Erfindungen, zu ver-fertigen angefangen habe. Nach einet lateinischen,geschriebenen Chronik in der Bibliothek der Predigermönchevon St. Katharina zu Pisa , hat der Pater Alexan-der zu Pisa in den ersten Jahren des XIV. Jahrh, sichselbst mit Verfertigung der Augenglaser beschäftigt. Umdieselbe Zeit schlagen auch schon Aerzte Brillen für dieje-nigen Personen vor, welche nicht gut sehen können. Dieerste Verbesserung dieser Gläser verdanken wir demMaurolycus (Iksür. äs lurn. er umbra. ImZä.1613. Ilieorsn. 35). Dieser wies auch zuerst deutlich,daß die Strahlen durch die Brechung in einem kon-vexen Glase enger zusammen kommen, in einem kon-kaven aber sich weiter auseinander breiten, und daßjene für Weitsichtige, diese für Kurzsichtige brauch-bar sind. Eben so zeigte er, wie Sonnenstrahlen,die durch ein erhabenes Glas gehen, sich darin bre-chen, und hinter demselben in einem Punct sich vereini-gen, wo sie manche Körper leicht zu entzünden im Standesind. — Poppe Gesch. d. Techno!. II. 246. Linsenglä-ser von viereckiger Form, die vor den runden große Vor-züge haben sollen, hat der Franzose Galland de Eher-veux erfunden. — Mag. d. neuest. Erf. (neue Folge)Nro, 2, S. 26.