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Madame.
«e Madame. Das Work Dame war Anfangs in Frank reich ein ausschließlicher Titel der Mutter Gottes, undist es noch. Die Benennung notrs Osrae ist bekannt.Nachher gab man. auch der Königin dies Pradicat, undin der Folge der Zeit kam es auf die «blichen Frauen.Demnächst sank es auf die Bürgerfrauen, und endlichsogar auf die Damen der Halle, herab. Noch blieb zu-gleich das Wort iVlaäsrue in Frankreich ein ausschließli-cher Titel der Schwiegerin beS KömgS, namentlich derGemahlin seines altern Bruders, so wie seiner unver»mahlten Schwestern und Tanten, welche matt durch dieBeifügung ihrer Taufnamen, z. B. Madame Elisabeth rc.zu unterscheiden pflegte. Nach Deutschland kam die Be-nennung Madame durch den Zvjahrigen Krieg mit denfranzösischen Kciegsvölkern, um die Mitte des XVII.Jahrh. Im XVIII. Jahrh, erhielt sie vorzüglich das so-genannte Bürgerrecht in der deutschen Spracht. — Diefranzösische Madame erhielt den Sieg über die deutscheFrau, erst unter den Adlichen, dgnn unter den Bürger-lichen, bis in die Kramladen und Gasthöfe. Auch Komö-diantinnen und andere Personen, denen man keinen an-dern Titel beilegen kann, werden durch die Madameentschädigt. — Wagener Anecdotenlex. g6. ff.
Mademoiselle. Wie endlich aus Jungfern Mamsellsgeworden sind, f Jungfer. — Ihre beabsichtigte Um-wandlung in Frau lein, s. Fraulein.
Madera-Haus, s. Südluft-Haus.
Madrigal (2B. 7). Casp. Zieglers, Pros. zu Wit-tenberg, Madrigale sind zuerst 1653 zu Leipzig , und zumzweitenmale lügz zu Wittenberg herausgekommen. —keimm. Inst. lit. III. 431.
Mährchen. Der Ursprung der Mährchen ist sehr alt, undfinden sich davon schon Spuren bei den Arabern in den