Oelreinigung. 505
oder Preßmaschine, die Trapeto z.l'rgxstum) hieß, undwie sie auch noch jetzt unter dein Namen Trappitu inItalien , Sicilien, rc. gebraucht wird. Vornehmlich sinddiese Oelpressen im XVlH. Jahrh, unter andern von denItalienern Presto und Grimaldi, und von dem Fran-zosen Sieuve verbessert worden. Die Stampfölmmh-len sind vermuthlich im X. Jahrh, erfunden, die manzuerst mit der Hand, vermöge einer Kurbel, hernach durchPferde, durch Wasserräder treibe» ließ. Der schwedischeMathematiker Pehr Elvius zeigte in der Mitte desXVIII. Jahrh, zuerst, daß die Däumlinge der Welle nachder Epicikloide abgerundet seyn müssen, wenn sie den leich-testen Hub zuwege bringen sollen. In der letzten Halstedes XVII. Jahrh, kamen in Holland zuerst Oelmüblenmit solchen senkrecht umlaufenden Mühlsteinen zum Vor-schein, die den Samen erst in einem Canale zerquetschten,ehe ihn die einzelnen Stampfer in den Gruben durchar-beiteten. Diese sogenannten holländischen Oelmüh-len werden gewöhnlich durch Windflügel in Bewegunggesetzt. Verschiedene Arten von Roll-Quetschmühlenmit Laufersteinen, und Walzquetschmühlen mit hori-zontal, neben einander sich drehenden, gefurchten Wal-zen, die zwischen sich das Zerquetschen des Samens be-wirken, hat von Cancrin erfunden. — Poppe Handb.d. Srf. 7z.
Oelp reffe (z B. 179), s. Oelmühle .
Oelreinigung. Erst seit etwa 12 Jahren hat man seheschöne Erfindungen gemacht, das Del in sehr großerMenge und auf eine sehr einfache, gar nicht kostspieligeArt so zu reinigen, daß der Schleim wegkommt, daß eSweiß und krystalihell wird. 'Erfindungen von der Art ha-ben Ehaptal zu Paris, Damart zu St. Omer ,Struve, Lowitz und Thenart gemacht. — PoppeHandb. d. Erf. 78.