Band 
Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
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38o Scharidpfahl.

Schandpfahl (was bei unS Kak, oder Halseisen genanntwird), war eine schon bei den alten Griechen gewöhnlicheStrafe, da die Verbrecher dem Gelächter und Spott desgroßen Haufens an einer Säule ausgestellt wurden. —Potter Arch. I. 268.

Scharbock, warum er die Sachsenkrankheit genanntwird, s. Sqchsenkrankheit.

Scharlach (4 B. 39)., Drebbels Scharlachfarbe brachtenur auf Wolle das schöne brennende Noth hervor. DerFranzose Macquer war der erste, welcher auch dieSeide eben so schon färbte. — Vogler, Gmelin,Hellot, Scheffer, Pörner, Hermbstädt, u. a.haben noch Manches in der Scharlachfarberei verbessert.— Poppe Handb. d. Erf. 236.

Schattenrisse. Die Kunst, Schattenrisse und Kopienvon Glasgemählden zu verfertigen, hat der EngländerWedgwood erfunden. — Hermbstädt Büll. II. 13z.

Schatterleinen, s. Sangalleten.

Schatulle, die Niemand, dem das Geheimniß unbewußtist, öffnen kann, ohne daß eine Larmtrompete zu blasenanfängt, und unaufhörlich fortbläst, hat Melzel inWien vor ohngefähr tv Jahren erfunden. — PoppeGetch. d. Tech». II. 48.

Schauessen, in welchen lebendige Thiere sich aufhalte»,und sie auf dem Tische herumziehen können, erfand HansSchneider in Nürnberg um 1593. — Kleine Chron.Nürnb. 75.

Schaufeln. Eine neue Schaufelstellung für unterschläch-tige Räder, hat Deparcieux im I. 1759 erfunden.Daß bei demjenigen Rade, welches einen langsamen Ganghaben soll, die Schaufelzahl vermehrt werden müsse, hatBossut gefunden. — Poppe Gesck. d. Tech». I. 172.

Schaukel. Einen Mechanismus einer Schaukel, welcheer die gesellschaftlichen Promenaden nennt, hat