4«6 Seifensyrup'.
schmerzen, rc. bewährt gefunden worden. — BerlinerSamml. V. 505.
Seifensyrup, einen laxirenden, balsamischen, hat derpfalzbayersche Leibmedicus Jos. Mar. Baader 178zerfunden. — Hübner phys. Tageb. I. 143. 559.
Seile aus ungedreheten Fäden. Der unlängst ver»storbenr Würtembergischr Geheimerath Mögling, hateine Methode erfunden, Seile zu verfertigen, in welchendie Fäden nicht, wie bisher gewöhnlich, gedrchet, undüber einander gewunden, sondern gerade neben einanderlaufend, und demnach mit einander verbunden sind, wo-durch eine größere Festigkeit der Seile entsteht. — B er'l.Nachr. v. St. u. gel. S. 1319. Nro. 108.
Seilerrad. Ein Seilermeister in Sachsen hat ein Sei-lerrad erfunden, das, ohne-Zuthun eines Drehjungens,sich, mittelst einer innern Mechanik, durch den Spinnerselbst, bewegt, stille 'steht, und wieder fort geht, starkoder schwach, wodurch eine namhafte Ersparniß hervor-gebracht wird. — Oppos. Bl. 1318. S. 462.
Seilweberey. Ohngefähr vor 30 Zähren entstand zuKalw im Würtembergischen die so merkwürdige Seilwe-berey, welche die Gebrüder Landauer in Stuttgardteinrichtm ließen. Aus den vielen Versuchen, die manmit gewebten und gedreheren Seilen machte, ergab sichunter andern folgendes: Ein gewebtes 504 Faden ent-haltendes Seil, das im Umkreise 3^ Zoll groß und mFuß lang war, wog nicht mehr als 19 Pfund, da. dochdas Gewicht eines eben so langen und dicken, nach Sei-lerart gedreheten Seils 31A Pfund betrug. Ein ge-webtes Seil von iH Zoll im Umkreise trug eine Last von13 Centnern, ohne zu zerreißen; und als man es durcheine größere Kraft zum Reißen brachte, zerriß es so, alswenn eS mit der Scheere abgeschnitten worden wäre; ein