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Spiegel.
Das. 322. In Frankreich waren im XIV. Jahrh,die gläsernen Spiegel noch sehr selten. Jw Orientund Pechen sind solche erst seit dem Anfange des euro-päischen Handels bekannt. Das. 323. f. Anfangs goßman geschmolzenes Bley, oder vielleicht auch Zinn, aufdie noch heiße Glastafel, so wie sie aus dem Strcckofenkam. Mit diesem Verfahren kommt dasjenige überein,wie seil undenklichen Zeilen in oder um Nürnberg dieerhabenen Spiegel gemacht werden, indem man in die^'noch glühende Glasblase durch das Rohr eine metallischeMischung mit etwas Harz oder Weinsteinsalz, welches dieVerkalkung hindert, und den Fluß befördert, dringt; die' Blase einigemal herumschwenkt, und sie, nachdem 'sie ab-gekühlt worden, zu Spiegeln-zerschneidet. Diese Kunstist eine alte deutsche Erfindung; denn schon Portaund Gakzoni^"'die beide im Anfange des XV!. Jahrh,lebten, haben sie beschrieben, und beide gesagt, 'sie sey inDeutschland üblich. Man nannte sie d ie Kunst, Svie-g'el ohne Folie zu bereiten. Das Belegen mitZinnfolie ist, wie man mit Gewißheit weiß, bereits im
XVI. Jahrh, zu Murano gebräuchlich gewesen, wo !Porta die Arbeit fast so verrichten sahe, wie sie nochjetzt geschiehet. In Frankrei ch versuchte man schon imI. 1634 Spiegelhütten zu errichten. aber die Sachehatte keinen Fortgang. Aber schon vor 1665 wurdedi rch Nitd'laS de Noyer eine Anstalt daselbst errichtet.
Die Hütte ward im Dorfe Tvurlaville bei Eherbourgangelegt. Das. 324. 330. Die Kunst, zerbrochene Spie-gel wieder zusammen zu lötken, sie von Blasen zu be-sreyen. sid Zu entfärben und zu strecken, hat schon imI 1777 'der Franzose Pajok de Charmes erfunden.
Die ersten hierauf abzweckrnden .versuche wurden vonihm in der Spiegekfadcik zu -Sts Gobi » gemacht. Aucheine eigne Maschine Mn Ebnen und Ausgleichen des