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Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
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Stickerei.

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Stich säge, s. Sage.

Stickerei (5 B. 502). Bei den alten Deutschen so wol,als bei vielen andern Völkern wurde das Sticken eineHauptbeschäftigung der vornehmsten Damen, selbst derKaisers- und Kösiigstöckter. Nickt bloß Waffenröckeund andere Kleidungsstücke wurden sehr schön gestickt,sondern auch Paniere und Reicksfahnen, Kirchenornate,Tapeten, Schabracken, u. dgl. So beschäftigten sich dieTöchter Carls des Großen nickt bloß mit Spinnenund Weben, sondern auch mit Sticken. Trefflich stick-ten die Töchter des dänischen Königs Regner Lod-brogs, und unnachahmlich schon hatte die Kaiserin Ku»uigunde gestickt, wie noch der Mantel zeigt, denman von ihr bis jetzt in der Domkirche zu Merseburg aufbewahrt. Berühmt als Stickerinnen waren auch dieAebtissin von Quedlinburg, Mathilde, Tochter Ot-to's l. im X. Jahrhundert, und die Prinzessin Gie-sela, Schwester Königs Heinrich II. im XI. Jahr-hundert. — Unter den deutschen Frauenzimmern wurdendie niedersächsischen am berühmtesten in der Stickerkunst.Engländerinnen, Französinnen, u. a. lernten von ihnen.Noch in den neuesten Zeiten besaß Niedersachsen eine dergeschicktesten Stickerinnen der Welt, an der Frau deckberühmten Schlöher in Göttingen . — Poxpe Handb.d. Erf. 279.

Stiefel, medicinische, die luftdicht, von Blech gemachtsind, aus denen mit einer Luftpumpe die Luft frühergezogen wird, ünd durch welche ein heftiger Andrang deckBluts nach dem Kopfe, und andern edlen Theilen füllabgeleitet werden können, hat ein. Engländer erfunden.— Hesperüs 1820. Beil. Nro. b. S. 48. — Hufe-land Joürn. d. pr. Arzneyk. XI-VM. 5. S> toz.

Stiefelglanzwichse; eine neue hat ein Ungenannter<J. G.S. K, —m —r erfunden, — Hermdstädt Mus.

H. Suppt, B, »8