474 Urographische Maschine.
Zungen einzunehmen. Diese Alphanzerey griff auch nochim XIV. und XV. Jahrh, ungeheuer weit um sich, bisendlich einige gründliche und beherzte Männer auftraten/sich einem so allgemeinen Irrthum mit Macht widersetzten»und nicht allein den Ungrund der Uromantie,. die end- ,sich au§ der Uroscopie geworden war, sondern auch diedabei gebrauchten Betrügereien der Wasserkucker derWelt vor Augen legten. Zu diesen gehörten vorzüglich, Eukicius Cordus, Job. Lange und Pet. Forrst.Nachdem nun den betrüglichen Wafferpropheten die Larveabgezogen war, so singen mehrere wackere Männer an, denrechten Gebrauch des Urins vcin dem Mißbrauch zu un.terscheiden, und die Lehre vom Urin dergestalt vorzutragen,daß weder zu viel, noch zu wenig hier eingeräumt wurde.Unter diesen war Daniel Sennert der vorzüglichste.—Stolle Hist. d. med. Gel. 561. f. Zu den merkwür-digen Erscheinungen beim Urin gehört die Phosphurre,oder das Ausströmen phosp ho rescirenden Urins.Dr. Jurine in Paris ist, fö viel ich weiß, der erste,der etwas, was er im Jahre igro an sich selbst erfahren,hierüber bekannt gemacht hat.' Aehnliche Erfahrung habenan sich der Pros. Pirret in Genf , und später der Dr.Drießsn zu Leeuwarden u. a. gemacht. Dr. Guytan-Morveau hat die Ucsach dieses Leuchtens zu erklärengesucht. — Gilbect Annas. XL.IX. 291. L,IX. 262- .Urin (Z B. gz6). Ungewöhnlicher Urinabgang, s. Harnruhr.Urographische Maschine, an welcher man mittelst .eines Drehers alle Planeten, und mit denselben auch dieTrabanten in Bewegung setzen kann, hat der FranzoseRouy erfunden. --- Mag. i>. neuest. Erf. (NeueFolge.) Nro. 1. S. 4z.
Uromantie, s. Urin,
Uroscopie, s. Urin.
Urtication. Das Streichen und Hauen mit Brennest