49» Wallistminzen.
Wallrathsbereitung, künstliche, s. Lebern Vergl. 4B. zz6.
Wallis münzen. So heißen mehrere englische Münze»und Schaumünzen, welche zur Zeit Jacobs II. seit1688 ausgeprägt wurden, nach dem Versuche des Kö-nigs, einen falschen Prinzen .von Wallis unterzuschieben,um die katholische Erbfolge fortzupflanzen, — Sthei-len berg Handl. II. 54Z.
Walpurgis. Ist der Name einer Heiligen, und des ihrgewidmeten Tages, des. isten Mai, (des Tages ihrerHeiligsprechung). Sie war eine Schwester des heil, Wi-llibald, eine Nichte des heil. Bonifacius, und Aeb-tisst'n zu Heidenheim , wo.sie durch ihr frommes undtugendhaftes Leben viele zum Uebergang zum Christen-thum bewog. Nach ihrem Tode, 778, gab dann ihreHeiligsprechung dem Aberglauben Stoff zu allerlei, fabel-haften Erzählungen, und macht besonders die Walpur-gisnacht, (vor dem ersten Mai), wo die Hexen aufdem Blocksberge auf Ofengabeln und Besenstielen ein-reitend, große Versammlungen halten sollen, bis in dieneuern Zeiten merkwürdig.
Walr*" 1 "tsse (4 B. zz7) zum Auspressen des Saf-tesaus den zerriebenen Runkelrüben, hat Busse erfun-den >-<Poppe Handb. d. Erf. 62.
Walzprägewrrk, Walzwerk (5 B. 551). Aus Jn-sp ru ck in Tyrol kam es nach Segovia in Spanien ,wo es noch in den neuern Zeiten, vom Wasser getrieben,allerhand Münzen prägt. Ein solches vvm Wasser be-wegtes Pragewerk sahe Montagne im Jahr rggr zuRom , in der päbstlichen Münze, und wahrscheinlich war
- auch diejenige Pragemühle ein Walzwerk, welche Hentz-err 1599 zu Florenz sahe. Zu Clausthal , und anandern Orten, wurden sonst ebenfalls, manche kleineMünzsorren, auch wol Dukaten, durch Walzwerke ge-