Band 
Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
Seite
504
JPEG-Download
 

Z«4 Weißer Flnß.

und endlich in die Formen brachten. — Poppe Handb.d. Erf. 64.

Weißer Fluß. Als ein langst vergessenes, aber sehr wirk-sames Mittel hat Dr. Consbruch in Bielefeld , einenTheeaufguß der Tauben-Nesssel-Blüthe (Korso I.a-wii albi), wovon täglich dreimal, jedesmal 2 Lassen vollgetrunken werden, im I. i8c>8 aufs neue anempfohlen.— Hufeland Journ. d. pr. Arzneyk. XXVU. i. S.

Es wäre wol zu wünschen, daß alle Frauenzimmerdiesen Aufsatz lasen, um einsehen zu lernen, wie leicht siesich durch die bis an Nacktheit grenzende Kleidung, durchdas beliebte wilde Tanzen, u. dgl. dies, oft sehr schwerzir heilende Uebel zuziehen können. — Eine merkwürdigeGeschichte eines, durch das Lecken eines Hundes entstan-denen weißen Flusses mit sehr bedeutenden Geschwüren,hat der Italiener Ruggieri 1309 bekannt gemacht. —Das. XXXI. ii. S. nü.

Weißgerberey (2 B. 137). Ist jünger als die Lohger-berey. Aber alt ist die Weißgerberey, die sich zum Ver-dickten der Haut^äsercken der.Älaunbrühe bedient, dem-ohneracktet. Auch'sie stammt zuverlässig aus dem OrientHer. Sckon 1376 waren den Weißgerbern in Ungarn allerlei Gesetze vorgeschrieben. Auch Deutschland erhieltseine ersten Weißgerber wahrscheinlich aus Ungarn . —Die Deutschen nannten ehedem einen Weißgerber Jrher,welches vom Ungarischen lrka abgeleitet wird. Noch imZ. 1504 schrieb sich ein nürnbergischrr Weißgerber GeorgEgen, Jrher. — Poppe Gesch. d. Techn. II!. 172.f. s. Jrher.

Weißmach ender Seide. Eine Kunst, gelbe rohe Seideweiß zu machen, ohne daß sie etwas von ihrer Steifigkeitverliert, hat der Franzose Beaum6 erfunden. — PoppeHandb. d. Erf. 226.

-/