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und Gefährten nach Hause zurückkehrten und bereits eineTagreise entfernt waren, vermißten sie ihren Sohn. Siesuchten ihn zunächst bei ihren Bekannten und als sie ihn nichtfanden, kehrten sie zurück und siehe, da war Jesus im Tempelmitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und richtete allerleiFragen an sie. Alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich obseinem Verstände und seinen Antworten. Seine Mutter abersagte zu ihm: „Mein Sohn, warum hast du uns das getan?Dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht." Eraber antwortete: „Warum habt ihr mich gesucht? Wissetihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meines Vaters ist?"
Sie verstanden seine Worte nicht, aber Maria behielt siein ihrem Herzen. Jesus aber kehrte mit seinen Eltern heimund war ihnen Untertan. Wie an Alter so nahm er auch zuan Weisheit und Gnade bei Gott und den Menschen.
10. Jesus und die Kinder. (88l
„Worüber besprächet ihr euch auf dem Wege?" fragteJesus einstmals seine Jünger, als sie in ihr Haus nachKapernaum zurückgekehrt waren. Sie aber schwiegen, dennsie hatten miteinander gezankt, wer der Größte unter ihnensei. Da nahm Jesus ein Kindlein, stellte es mitten unterdie Zwölfe und sagte: So jemand will der Erste sein, der seiunter allen der Letzte. Wer eines dieser Kindlein:aufnimmt in meinem Namen, der nimmt michauf. Und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf,sondern den, der mich gesandt hat.
Ein andermal brachten Leute Krndlein, daß er sie segne.Die Jünger aber fuhren sie an. Als Jesus es sah, ward erunwillig und sprach : Lasset die Kindlein zu mirkommen; wehret ihnen nicht, denn solcher istdas Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch, werdas Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind,der wird nicht hineinkommen. Und er nahm siein die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.