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Lesebuch für den Religionsunterricht an den Gemeinde- und Bezirksschulen des Kantons Aargau / erstellt von Karl Schweizer
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Es war aber um die dritte Stunde, da Jesus aus Kreuzgeschlagen wurde. Die aber vorübergingen, lästerten ihn undebenso die Ältesten und Schriftgelehrten und höhnten: Andernhat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er Chri-stus, so steige er vom Kreuze; dann wollen wir ihm glauben.Er hat auf Gott vertraut; der helfe ihm nun, wenn er will.Jesus aber sprach : Vater, vergib ihnen, denn siewissen nicht, was sie tun.

Auch einer der Übeltäter, welche mit ihm gekreuzigt waren,lästerte ihn und rief: Bist du der Christus, so hilf dir unduns. Da strafte ihn der andere und sprach : und du fürchtestdich auch nicht vor Gott , der du doch in gleicher Verdammnisbist? Und zwar sind wir billig darin; denn wir empfangen,was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Straf-bares gehandelt. Sich zu Jesus wendend, sprach er: Herr,gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst. Jesus antwortete ihm: Wahrlich ich sage dir, heute wir stdu mit mir im Paradiese sein.

Beim Kreuze stand auch die Mutter Jesu . Als er sie sahund bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, sprach er zurMutter: Siehe, das ist dein Sohn! und zum Jünger:Siehe, das i st deine Mutter! Und von jener Stundean nahm sie der Jünger zu sich.

Um die neunte Stunde rief Jesus laut: Mein Gott,mein Gott, warum hast du mich verlassen? Balddaraus: Mich dürstet! Da stand ein Gefäß voll Essig;sie aber steckten einen Schwamm mit Essig auf ein Rohr undhielten es ihm zum Munde. Als Jesus nun den Essig ge-nommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! und riefübermal mit lauter Stimme: Vater, in deine Händebefehle ich meinen Geist! Als er dies gesagt, neigteer sein Haupt und verschied.

68 . Das Begräbnis. (106)

Als Jesus gestorben war, ging Joseph von Arimathia , einangesehener Ratsherr und geheimer Anhänger Jesu , zu Pila-