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Lesebuch für den Religionsunterricht an den Gemeinde- und Bezirksschulen des Kantons Aargau / erstellt von Karl Schweizer
Entstehung
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III. Stufe.

(7. und 8. Schuljahr.)

99. Moses . (3)

Schon in uralten Zeiten haben einzelne Stämme, ja ganzeVölker sich aus die Wanderung begeben und neue, ihnen besserzusagende Wohnsitze aufgesucht. Meist waren es Leute, die so-wieso keine festen Wohnungen besaßen, sondern von dem lebten,was sie fanden und hernach für ihre Herden andere Weideplätzesuchten. Zu diesen wandernden Stämmen gehörten auch dieHebräer, die wir später unter dem Namen Jsraelitenkennen lernen. Es waren Wüstenbewohner, arme Hirten, dieleben mutzten von dem, was ihre Herden ihnen gaben und diein ihrer Heimat nur spärlich Wasser fanden. Unter der Füh-rung von Familienhäuptern zogen sie nach Westen; ein Teilmachte an den östlichen Jordanufern halt; ein anderer zogum das Tote Meer herum und schlug, da der Eintritt in dasbewohnte Land von den streitbaren Besitzern ihnen verwehrtwurde, seine Zelte in der nach dem Sinai sich hinziehendenEbene aus. Der tüchtigste und tatendurstigste Teil ging nochweiter und kam nach Ägypten . Dort fanden die Krieger umguten Sold Ausnahme im Heere des Pharao , die Hirten abersaftige Weideplätze und reichliche Nahrung in dem LandeEosen, zwischen dem Schilfmeer und dem Nil, das ihnenzum Wohnsitz angewiesen wurde. Hier nun lebten die Hebräerlange Zeit nach eigenen Sitten, hüteten ihre Herden und werLust hatte, fand unter den Tausendschaften des ägyptischenHeeres seinen Platz.

Die Könige von Ägypten beherrschten damals die ganzebekannte Welt; sie suchten durch grotze Bauten ihren Ruhmnoch zu vermehren und sorgten für Bewässerung und Be-bauung des Landes. Dazu bedurften sie aber viele tausend