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Lesebuch für den Religionsunterricht an den Gemeinde- und Bezirksschulen des Kantons Aargau / erstellt von Karl Schweizer
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182. Trostworte des Propheten. ( 43 )

Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott. Ein ewigerGott ist der Herr, der die Enden der Erde geschaffen; er wironicht matt und nicht müde; unerforschlich ist sein Rat. Ergibt dem Müden Kraft und dem Unvermögenden Stärke dieFülle. Jünglinge werden matt und müde, und junge Kriegerstraucheln; aber die auf den Herrn harren, bekommen neueKraft, erheben Schwingen wie die Adler, lausen und wer-den nicht müde, wandern und werden nicht matt.

Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, daß sie sichseiner nicht erbarme? Und ob sie desselben vergäße, so willich doch dein nicht vergessen, spricht der Herr.

Ich bin der Erste und bin der Letzte und außer mir istkein Gott. Der Himmel ist mein Thron und die Erde meinerFüße Schemel .

Jubelt ihr Himmel! denn der Herr vollsührt's. Jauchzet,ihr Tiefen der Erde; frohlocket ihr Berge, du Wald und alleBäume darin! Jehovah wird dich erlösen und an dir sichverherrlichen. (Jesaja 40.)

183. Worte des Glaubens. <M

Drei Worte nenn' ich euch, inhaltsschwer,

Sie gehen von Mund zu Munde;

Doch stammen sie nicht von außenher,

Das Herz nur gibt davon Kunde.

Dem Menschen ist aller Wert geraubt,

Wenn er nicht mehr an die drei Worte glaubt.

Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei,

Und würd' er in Ketten geboren,

Laßt euch nicht irren des Pöbels Geschrei,

Nicht den Mißbrauch rasender Toren!

Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht,

Vor dem freien Menschen erzittere nicht!

Und die Tugend, sie ist kein leerer Schall,

Der Mensch kann sie üben im Leben,