Buch 
Lesebuch für den Religionsunterricht an den Gemeinde- und Bezirksschulen des Kantons Aargau / erstellt von Karl Schweizer
Entstehung
Seite
188
JPEG-Download
 

188

bin kein Auge, ich bin nicht des Leibes Glied, sollte esdarum nicht zum Leibe gehören? Wenn der ganze Leib Augewäre, wo bliebe das Gehör? So er ganz Gehör wäre, wobliebe der Geruch? Nun hat aber Gott die Glieder gesetzt,ein jegliches von ihnen an dem Leibe, wie er gewollt hat.Wenn aber alle Ein Glied wären, wo bliebe der Leib? Nunaber sind der Glieder viele, aber der Leib ist einer. Es kanndas Auge nicht sagen zur Hand: Ich bedarf deiner nicht,oder wieder das Haupt zu den Füßen: Ich bedarf euernicht, sondern vielmehr die Glieder des Leibes, die unsdünken die schwächeren zu sein, die sind notwendig und dieuns dünken die unedleren am Leibe zu sein, dieselben umgebenwir mit um so größerer Ehre und die uns übel anstehen,die schmückt man desto mehr. Die uns aber wohl anstehen,die bedürfen es nicht. Aber Gott hat den Leib zusammen ge-fügt, und dem Geringern mehr Ehre gegeben, auf daß nichteine Spaltung im Leibe sei, sondern die Glieder für einanderselbst sorgen. Und wenn Ein Glied leidet, so leiden alle Glie-der mit und wenn ein Glied wird herrlich gehalten, so freuensich alle Glieder mit. Ihr aber seid der Leib Christi undGlieder, jedes an seinem Teil. (i. Cor. 12.)

186. Aus dem Buche Sirach. (i6?)

Wer seinen Vater ehrt, der erhält Vergebung für seineSchuld. Und wer seine Mutter ehrt, ist wie einer, der Schätzesammelt.

Wer seinen Vater ehrt, wird hoch erfreut werden an seinenKindern. Und wer dem Herrn gehorchet, wird seine Mutterberuhigen.

Ehre deinen Vater mit Worten und Werken, auf daß seinSegen über dich komme; denn des Vaters Segen bauet denKindern Häuser, der Mutter Fluch aber reißet sie nieder.

Spotte nicht über deines Vaters Gebrechen; denn seineSchande ist dir keine Ehre. Seinen Vater ehren ist eigeneEhre und seine Mutter verachten ist eigene Schande.