si 2 Geschichte des Bündnerlandes.
-Eidstenosien, auf der Tagsatzung zu Baden
r6Z9 versichert, daß alle Geistliche und PolitischeFreiheit auch bet denen Unterthanen wiederhergestellet und die Rechte des Bündnerlan-des erhalten werden sollten. Auch habe derSpanische Gesandte Karl Casati erklähret:sein König verlange nichts anders, als daßsich ein jeder seiner Rechte erfreuen könne.Sie hätten sich hierüber außerordentlich er-freuet; sie müßten aber ansetzt sehr unange-nehme Dinge vernehmen, indem sie zumNachtheil der Bündnerischen Freiheit undanderer geschlossenen Bündnisse, sich in einBündniß von sehr gefährlichen Folgen ein-lassen wollten. Die Bündneristhen Pässewürden, wie bekannt, zum größten Miß-vergnügen anderer Fürsten, einem einzigenFürsten allein überlassen, und ob sie gleichdenen Büridnern nichts vorschreiben wollten,so müßten sie ihnen doch saget«, daß diesesvermöge des Französischen mit denen Eid-genossen und Bündnern geschlossenem Bünd-nisses nicht erlaubt sey. Es sey ihnen auchhinterbracht worden, daß diese Artikel an-fänglich von der Gtandsversammlung nichtwären angenommen worden, sondern daßsich die Spanier hernach mit einigen Stim-men das Mehren, ob gleich mit Wider-spruch zugeeignet hätten , darüber nun dieBündnek uneins wären. Sie bäthen des-wegen die Gemeinden recht sehr; sich nichtvon der Ungeduld dahin wissen zu lassen,und sich aus privat Haß oder Vortheile