Band 
[Zweite Forsetzung.]
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?ss Geschichte des Bündnerlandes.

-—germeister von Chur Andreas Jenni und

^644 r>er Hauptmann Johann Lutzi von Gou-gelberg nach verschiedenem Gezänke, imJahre r6ir zwischen denen Partheien einenVergleich zu Stande, daß sie die Kirche ineiner einem jeden Theile bestimmten Stundegemeinschaftlich besitzen, und die Einkünfteauf die Stimmen (die Evangelischen mach-ten olmgefebr ein Drittel aus) theilen sollten.Die Evangelischen sollten jeden zten Am-mann, 4 Geschworne im Ctvtlgericht, undihre gehörige Anzahl in der Obrigkeit desganzen Hochgerichts haben. Im Jahrei6,8 wurde dieses mit Einwilligung derPartheien noch näher bestimmt. Zu Trim-mis, wo es bald zu den Waffen gekommenwäre (wie ich an seinem Orte angemerkethabe) wurde dre Sache i6iz vom Bnnds-tag aus entschieden. Die Kirche St. Leon-hard als die kleinere wurde denen Evange-lischen gegeben nnd übrigens sollten sie anden Kircheneinkünften und anderen Stückenihren gehörigen Antheil erhalten. Zu Zi-zers verglichen sich die Partheien nach lan-gem Streiten im Jahre i6,6 und die Ka-tholicken traten denen Protestanten die grös-sere Kirche und die Ktrchenemkünfte ab, dennsie hatten ohngesehr 700 Fl. Unkosten ge-habt, zu deren Bezahlung die Römisch Ka-tholischen von Gemeine drei Bünde warenverurtheilet worden. Diese wurden ihnenunter der Bedingung die grössere Kircheund die Kircheneiukünfte abzutreten, erlassen,