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Verhandlungen des Verfassungsrathes des Cantons Thurgau / [Thurgauischer Verfassungsrath]
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192
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gebühren, und den Entschädigungen für den Großen Rath ergibtsich im Ganzen ein Deficit von fl. 38,000- Zur Belohnungder Annahme der Verfassung null man dem Volke diese Er-leichterung geben, aber man bekümmert sich wenig, daß dieneue Behörde in die Nothwendigkeit kömmt, directe Auf-lagen auszuschreiben. Große direkte Auflagen haben früher schonin außerordentlichen Zeiten erhoben werden müssen, und dieVerminderung der indirekten Abgaben wird die d recten Steu-ern auf das drei und vierfache erhöhen, und sollen alle Abga-ben auf daö Vermögen gelegt weiden, so wird die »ermöglicheKlasse kein Heil in der neuen Verfassung erbliken.

Wägelin Stadtaminanu. Zeder Einwohner muß theilsdirecte, theils indirecie Abgaben bezahlen, die Salzabgabe isteine billige und zwekmäßige Abgabe, weil man sie zahlt, ohneeS zu bemerken. gibt Menschen, die ihre Wohlhabenheitdurch eigne Schuld verloren haben, und sie zahlen nichts zueiner direkten Auflage, und einzig die Salzabgabe kann sietreffen. Ich nnrerstüze den Vorschlag des Kleinen Raths, dasSalz blos auf 3 ^ kr. hcrabznsezen, besonders in diesem Au-genblike, wo wir außerordentliche Ausgaben haben.

Nagel. Ich untcrstüze den Antrag der Commission.Man nehme den Beamte» ein Viertel ihres Gehaltes, unddann wird das Deficit gedekt.

Widm er Ammonn. Der einstimmige Wunsch ist, daß derSalzpreis um einen Kreuzer vermindert werde. Man behaup-tet, diese Steuer sei nicht bemerkt worden. Wenn sie nichtbemerkt wurde, warum ist die Klage darüber allgemein? Esist billig, daß der Vermögliche mehr versteure, als bisher. DasSchmuggeln deö^Salzes wird uns keimn Schaden bringe^. Auchwünsche ich vorn 1. Znli den Preis herabzusezen. Besser wärees gewesen, mit der Annahme der Verfassung schon den Salz-preis herabzusezen, allein unser Volk wird vernünftig sein, undnoch eine kurze Zeit warten.

Schweizer Lieut. Die armen Leute dringen auf Ver-minderung deS Salzpreises, und dieß ist die einzige Vergün-stigung, die man ihnen geben kann.

Eder. Wenn man Jemand etwas geben will, so mußman nicht lange in die Luft hängen, damit er eS anschauen