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und stürzt hinab die Felsenwand.
Da liegt es nun im tiefen Grund,im Herzen weh, an Gliedern wund,in Disteln und in Dorngehegenund kann nicht rühren sich, noch regen.
Die Sonne sank; es kam die Nacht;kein Auge hat es zugemacht.
Stets dacht’ es an sein Mütterlein,wie es so traurig werde sein,auch an die Brüder allzumalund an den schönen warmen Stallund sprach: „’s ist alles meine Schuld;drum muss ich’s tragen in Geduld.“
So litt es Hunger, Frost und Sorgen,bis dass erschien der lichte Morgen.
Da ist der gute Hirt gekommenund hat sein Rufen bald vernommen.
Von Dornen und von Herzeleidhat er das arme Lamm befreitund hat’s der Mutter heimgebracht,der so viel Kummer es gemacht.
17. Das Beil.
Einem Knaben hatte der Vater ein kleines Beilgeschenkt; daran hatte er grosse Freude und hieb damit,wie es eben traf, und es traf manchmal hin, wo esnicht gut war. Als der Kleine mit dem Beile auch inden Garten kam, dachte er: „Nun will ich ein tüchtigerHolzhauer sein,“ und fing an und hieb seines Vatersschönstes Kirschbäumchen um.
Den andern Tag kam der Vater in den Garten,und als er das schöne Bäumchen welk am Boden liegensah, wurde er betrübt und zornig. „Wer mir dasgetan hat,“ rief er, „der soll mir’s schwer büssen!“Aber wer es getan hatte, das wusste kein Mensch, —