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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : VI. Schuljahr / Lehrmittelkommission
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da er sparsam lebte, so wurde er ein wohlhabender undgeachteter Mann.

Es wohnte in dieser Stadt auch ein Verwandter desPflanzers, bei dem er Sklave gewesen war. Diesem Ver-wandten, der nicht reich war, lieh der Neger ziemlichviel Geld und Waren; denn er dachte daran, dass ihnder Pflanzer mild behandelt uifd ihm die Freiheit gegebenhabe. Nun geschah es einst, dass eine Feuersbrunst aus-brach und viele Häuser des Städtchens in Asche legte.Auch das Haus jenes Verwandten samt allen seinenWaren wurde von den Flammen verzehrt. Das Hausdes Negers jedoch blieb unversehrt und wohlerhalten.Der Neger suchte nun jenen Verwandten auf und führtedenselben in sein Haus. Er liess Speise und Frankbringen und auch Zigarren zum Rauchen, indem er einebrennende Kerze zum Anzünden hinstellte. Wie nun derGast sich labte und erholte, brachte der schwarze Kauf-mann die Papierblättchen, auf welchen geschrieben stand,wie viel Geld und Waren ihm der Verwandte schuldigsei. Er zeigte diese Schuld scheine vor, drehte sie in einekleine Röhre zusammen und hielt dieses Röhrchen andas Kerzenlicht. Zugleich nahm er eine Zigarre, undmit den brennenden Schuldscheinen zündete er dieselbean. Der Verwandte war ganz erstaunt. Der Neger abersagte freundlich: ,,So, mein Herr! Die Schuldscheine sindverbrannt, und ich erkläre, dass ich keine Bezahlungvon Ihnen verlange. Dem guten Pflanzer verdanke ichdie Freiheit und alles, was ich habe. Es freut mich 4dass ich einem Verwandten dieses edlen Mannes meineDankbarkeit bezeugen kann.

y39. Der blinde Geiger.

1. Ein armer Geiger wandert durchs Land,des Hündleins Schnur in zitternder Hand.

Der Körper ist alt und schwach und blind;es kennet den Armen ein jedes Kind.

LHurg. Schulbuch f. K. 4. Schuljahr.

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