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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : VI. Schuljahr / Lehrmittelkommission
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Der Nachbar antwortete:Ich wüßte nicht, was schuld daransein sollte, es wären dem: meine drei Hausräte, denen ich wohldas alles zu verdanken habe."Eure drei Hausräte? Wersind denn die?"Der Haushund, der Haushahn und dieHauskatze."Ihr spottet!"Es ist mein barer Ernst;denn seht, der Haushund bellt, wenn ein Feind herbeischleicht,und da heißt es denn: Aufgeschaut! Der Haushahn kräht, wennder Tag anbricht, und da heißt es denn: Aufgestanden! Unddie Hauskatze putzt sich, wenn ein werter Gast kommt, und daheißt es denn: Aufgetragen!"Ich verstehe, Nachbar, wasihr damit sagen wollt. Ihr meint, daß drei Dinge nötig seien,um dem Hauswesen aufzuhelfen: Vorsorge gegen alles, wasschaden kann; Tätigkeit in allem, was nützen kann, lind Freund-lichkeit gegen alle, die uns wohlwollen und wohltun."Wenn ihr's so nehmen wollt, so ist's mir recht; aber meineHausräte lob' ich doch darum, daß sie mich jederzeit mahnen,was zu tun ist; ich könnt' es sonst leicht vergessen."

46. Aatertändischer Sinn.

Auf der linken Ufcrseite des Vierwaldstättersees, am östlichenAbhänge des Seelisberges, liegt eine Bergwiese, das Rütlioder Grütli genannt. Da entspringen drei Quellen, die demVolke heilig sind; denn dieselben erinnern an die drei erstenEidgenossen, welche einst eine auserwählte Schar ihrer Lands-lcute ins Rütli zusammenriefen, um den ewigen Bund derEidgenossen zu gründen. Tausende von Schweizern habenseither das Rütli besucht. Namentlich werden Scharen derschweizerischen Schuljugend häufig an diese geheiligte Stättegeleitet, damit sie sich in feierlich stiller Einsamkeit dankbar andie Stifter der Eidgenossenschaft erinnern.