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östliche Himmel sich rötete. Noch immer sauste der Zugdurch das öde Heideland der Maremmen; um ein stillesHirtenfeuer saßen ein paar Männer und Knaben; an andererStelle hielt ein mit langer Lanze bewehrter Ochsenhirte zuPferde und ließ, steif wie ein Reiterstandbild, den Zug ansich vorübertosen. Dann, als wir uns CivitL vecchia näherten,ging das Weideland in Ackerflächen mit Ölbäumen über;in nicht großer Entfernung nach rechts wurde das an diesemMorgen säst schwärzlich-blaue Meer sichtbar. Phantastischals scharfe Silhouette zeichnete sich das alte Civitä vecchiamit seinen mittelalterlichen Befestigungswerken, seinen Türmenund den Mastenspitzen der im Hasen liegenden Schiffe vomMeer und vom Mvrgenhimmel ab. Dann dauerte es abernoch reichlich über eine Stunde, bis die alten Wasserleitungender Campagna die Nähe Roms ankündigten.
Mein Vorsatz, in Rom nur ein paar Stunden Rast zuhalten und am gleichen Nachmittag in südlicher Richtungweiter zu fahren, wurde mir durch den abscheulichen Nord-wind wesentlich erleichtert, der an jenem Morgen des 1. Aprildurch die Straßen der ewigen Stadt fegte. Die schlimmsteBerner- oder selbst Genser-Bise konnte nicht übler Hausenals diese römische Tramontana, gegen die man sich kaumaufrecht zu halten vermochte. Dennoch kämpfte ich mich durchsie hindurch, nachdem ich mich in einem Cafs zu dem Unter-nehmen gestärkt hatte. Zuerst eilte ich nach flüchtigein Besuchdes antiken Forums und des Kapitals nach St. Peter hinüberund stellte bei den Windbildern, die um den Obelisk desPlatzes herum liegen, die Nordnordostrichtung des Äolus-boten fest, der hier um den Batikan herum ebenso unbarm-herzig pfiff wie am Quirinal und in andern Gegenden derStadt. Natürlich betrat ich auch das Innere von St. Peter,mußte mich aber neuerdings überzeugen, daß es mir in all