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Calabrien - Apulien : und Streifereien an den obertalienischen Seen / von J.V. Widmann
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Scilla.

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am dämmernden Himmel zu flimmern begann und einZiegenhirt seine Herde die engen Gassen emportrieb, die ichhinunter stieg.

Mein Wirt empfing mich mit der ihm eigenen Herzlich-keit. Als ich aber den Wunsch nach einem Abendessen, eineraussprach und dabei äußerte, man werde hier, dichtam Meere, wohl Fische bekommen, kratzte er sich im Haarund sagte, bei dem windigen Wetter der letzten Tage sei derFang schlecht gewesen und er habe mir überhaupt nichts zubieten als Eier und Lattuga-Salat. Ich wies noch auf dieMaccaroni hin, die zum Verkauf bereit lagen. Da wurdeer sichtlich verlegen und machte allerlei Ausflüchte, aus denenich schließlich merken konnte, daß seine brummige weißhaarigeEhehälfte offenbar nicht gesinnt war, heute noch das Koch-geschäft zu besorgen. Ich glaube, Signore Baviera stehteinigermaßen unter dem Pantoffel. Sei dem, wie ihm »volle,ich drang nicht weiter in ihn, und begnügte mich mit denEiern und dem Salat, den er selbst angemacht. Schließlichbrachte er noch kleine Sardellen im Salz herbei; ja zuletztbesann er sich, es liege noch irgendwo ein Endchen im Hausgemachter Salami. Das gab schließlich, da auch der Weinordentlich war, eine ganz anständige Abendmahlzeit, die mirder freundliche Padrone, indem er sich mir gegenübersetzte,mit seinen Gesprächen würzte. Er erwähnte unter anderem,zwei deutsche Maler hätten einmal viele Wochen lang beiihm gewohnt, auch ein Kaplan aus Bayern (den gewiß das„Baviera" hierhergelockt hatte). Ich gewann aus allem dieÜberzeugung, daß er zu der Sorte von Wirten gehört, dieeinen Ehrenpunkt darein setzen, ihren Gästen gute Beraterzu sein, wenn er ihnen auch, abgesehen von dem wirklichguten Bette, nicht großen Komfort zu bieten iin stände ist.Begierig war ich, ob denn der spanische Aalanimoino und