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[ Mitteilung der Mitglieder der Minderheit an die Kirchbürger in Ermatingen betreffend Rudolf Stahel]
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Die liier aufgestellte Behauptung, es seien Ver-leumdungen gegen Vikar Stahel beim Kirchenrategemacht worden ist unwahr, indem das Kirchenrats-protokoll vom 30. März 1903 klar und deutlich sagt:

Von der oben erwähnten Anschuldigung, welchedem Kirchenrate soll hinterbracht worden sein, dassHerr Vikar Stahel sich an einer Agitation gegenPfarrer Sulser beteiligt habe, ist dem Kirchenratenichts bekannt.

453 Kirchbürger wurden durch diese Angabegetäuscht, indem sie für etwas unterschrieben, dasgar nie dagewesen.

Der hier erwähnte Protokollauszug ist adressiertzu Händen des Herrn Kreis, Posthalter und seinerAuftraggeber. Wir haben aber niemals gehört, dassHerr Posthalter Kreis der Mehrheit hierüber irgendeine Mitteilung gemacht habe,

Mit voller Bestimmtheit wurde stets die Be-hauptung aufgestellt, gewisse Frauen hätten in einerEingabe an den Kirchenrat gegen Stahel agitiert.Noch in letzter Zeit hat Herr Kreis, Posthalter seineMeinung dahin geüussert, dass eben doch von ein-zelnen Frauen in Sachen zu weit gegangen worden sei.Also immer die gleiche Unwahrheit u. Verdächtigung,denn auch diese Meinung ist unrichtig. Gestütztauf eine Anfrage von Herrn Dr. Ammann, von derAnsicht ausgehend, es könnten möglicherweise Namengefälscht worden sein, erklärte das Präsidium desKirchenrates mit Schreiben vom 26. März 1903: »DemKirchenrate sind weder von Ihnen (Dr. Ammann)noch Ihrer Gemahlin, noch von verschiedenen Frauenvon Krmatingen, sei es schriftlich oder mündlichirgend welche Mitteilungen weder verleumderischernoch verdächtigender noch anderer Art über VikarStahel gemacht worden.