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Homburg und die ehemaligen Herrschaften von Klingenberg / von Rud. Wigert, Pfarrer, Homburg
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Homburg und die ehemaligen

Die genannten Gründe zusammen machen es sehr wahr-scheinlich, daß die Burg und Kirche in Homburg schon im10. Jahrhundert bestanden, und die Ansiedlung daselbst dieErhebung der Burgkapelle zur Pfarrkirche veranlaßte.

Nachweisbar hatten die jeweiligen Besitzer der HerrschaftKlingenberg vom 13. Jahrhundert an bis zum Jahre 1842das Patronatsrecht der Kirche in Homburg und seiner Zeitals Gerichtsherren auch die niedere Gerichtsbarkeit. Hierausergibt sich, daß die Geschichte der Gemeinde Homburg indiesem Zeitraum mit derjenigen der Herrschaft Klingenbergenge verknüpft ist, und die eine ohne die andere nicht be-handelt werden kann. Hiebei kommen besonders drei Herr-schaften in Betracht, von denen jede ca. 200 Jahre im Be-sitze des Klingenbergs war:

1. Die Ministeralen vonKlingenberg" von ca. 1200bis 1405.

2. Die Edlen von Haidenheim von 14481650.

3 Das Kloster Muri von 16501842.

1. Die Ministerialen von Klingenöerg.

Die Geschichte der Ministerialen, Ritter oder adelichenDienstmänner vonKlingenberg" geht zwar weit über dieGeschichte der Gemeinde hinaus, wo ihre Stammburg stand;es ist aber doch angezeigt, hier derselben zu gedenken, wieman ja auch den Baum in seiner Entfaltung von da ausbetrachtet, wo er dem Erdreich entsprossen, und berühmtenMännern da ein gutes Andenken bewahrt, wo ihre Wiegegestanden.

Klingenberg, die Stammburg des Geschlechtes diesesNamens, liegt etwa 20 Minuten südlich von Homburg , amAbhang des Bergrückens in einer Einsenkung desselben. Dasjetzt noch stehende Schloß samt der Kapelle wurden erst zuEnde des 17. Jahrhunderts vom Kloster Muri erbaut. Die