2. Die Hdken von Kaidenhaim?'b)
Albert von Klingenberg, der ums Jahr 1360ohne männliche Nachkommen starb, vererbte die Stammburgdieses Geschlechtes an seine Tochter Susann«; diese brachtedieselbe dem Hermann von Vreitenlandenberg zuHagenwil in die Ehe, und von deren Tochter Ursulaging sie 1416 an Ulrich Paier, Vogt zu Arbon , über,und von diesem 1421 an dessen Söhne Konrad undUlrich?"» Die österreichischen Lehenbriese von HerzogFriedrich im Jahre 1407 und 1422 und von HerzogAlbrecht im Jahre 1447 lauten auf „die Vesti Klingenbergmit Leut und Gut, Mühle, Weingarten und Kirchensatz zuWeinfelden "?"» Hermann von Vreitenlandenbergund hernach die Paier waren nämlich nebst Klingenbergauch im Besitze des Kirchensatzes von Weinfelden , beides öster-reichische Lehen?'") Im Jahre 1417 fand eine Abtauschungeiniger Leibeigener zwischen Wilhelm von Wilhelm undden Paiern zu Klingenberg statt. Konrad Paier,der im Jahre 1421 Bürger zu St. Gallen wurde, erklärteseine Beste Klingenberg als der Stadt offenes Haus. Wieandre thurgauische Burgen mutzte damals auch Klingenbergdie Wehen des alten Zürichkrieges fühlen. Am Samstagnach Fronleichnamstag 1444 berichtet Konrad Paier an denRat von St. Gallen, wie ihm Hans von Rechberg seinHaus Klingenberg, in welchem 12 seiner Knechte gewesen,mit zweihunderten zu Rotz und zu Futz angegriffen, mitBrandpfeilen angezündet und nebst der Mühle, Torkel, Stadel
2 ^) den zeitgenössischen Urkunden und in der Umschriftihres Sigilles haben die Haidenhaimer ihr Geschlecht in beidenbetreffenden Silben mit „ai" geschrieben. 2 ») Pup, Thg. I. 518.->ss Klgb. R. U. A., VII, 1-3. 2is) Kühn Tb. s, I, 363 tt, 2li) Klgb.R. U. (1. II, 1.
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