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Provisoratsschule Arbon , die obere evangelische Schule und dieoberste Klasse der katholischen Schule in Bischofszell und die„erste Schule“ von Weinfelden hatten ungefähr den gleichen Lehr-plan. Er umfaßte: Lesen, Schönschreiben, Rechtschreiben, Rechnen,Religion, Geographie, Geschichte, etwas Naturlehre und die fran-zösische Sprache. Frauenfeld suchte großem Ansprüchen zu ge-nügen, indem unter den Fächern der lateinischen katholischen SchuleLateinisch und unter denjenigen der „höhern Schule“ Lateinisch,Griechisch und Geometrie angeführt werden. Am besten ein-gerichtet war die Provisoratsschule in Dießenhofen. Der Berichtsagt: „Wenn junge Leute vorhanden sind, die sich einem wissen-schaftlichen Fach widmen wollen, so werden sie in der lateinischenund griechischen Sprache, den Anfangsgründen der Logik u. s. w.unterrichtet. Diejenigen Knaben, die zu zukünftigen Handwerkern,Kaufleuten, Künstlern bestimmt sind, und denen ihre Eltern vorhereine bessere Bildung geben lassen wollen, werden in dieser Schulein der deutschen und französischen Sprache, dann in der vater-ländischen und der allgemeinen Weltgeschichte, in der Geographie,in den Anfangsgründen der Naturlehre, und die Fähigsten, welcheeine längere Zeit in der Schule aushalten, auch in den Anfangs-gründen der Geometrie unterrichtet. Diesen wissenschaftlichenUnterricht genießen auch die zum Studium bestimmten Schüler; nurvom Lernen der französischen Sprache werden sie ausgeschlossen.“Wie ungleich in den Leistungen diese Schulen sein mußten, zeigtam besten die Vorbildung der damaligen Lehrer. In Dießenhofenwurde der Unterricht von den zwei Ortsgeistlichen Leodegar Benkerund J. Ulrich Benker erteilt, in Frauenfeld von Georg Kappeier,der das Gymnasium in Zürich besucht und im Pays de Vaud Fran-zösisch gelernt hatte; an der katholischen lateinischen Schule lehrteein Kaplan; der Provisor in Arbon , Joh. Albert Reußner, hatte zuerstin Bern und Zürich seinen Unterhalt als Zuckerbäcker verdient;dann widmete er sich auf Anraten der Geistlichen Lavater undPfenninger dem Unterricht der Jugend, gab zuerst Privatunterrichtin Zürich und Neuenburg und kam im Jahre 1794 nach Frauenfeld und 1797 nach Arbon . Der Lehrer der obern evangelischen Schulein Bischofszell , J. Jakob Wehrlin, war drei Jahre im Comptoir einerBuchhandlung in Straßburg gewesen, und Joseph Fridolin Ott ander katholischen Schule stand, bevor er Lehrer wurde, zwölf Jahre