II.
Die Gemeinnützige Gesellschaft und dieMittelschulfrage.
1820-1830.
CVfJJ/D
Als der Kanton Thurgau nach den Kriegswirren und denJahren der Teuerung sich einer ruhigen Entwicklung erfreute undnach und nach erstarkte, suchte eine Anzahl gebildeter Männer inerster Linie auf die Hebung des Schulwesens hinzuwirken. AdamPupikofer, Ulric h Benker von Dießenhofen, Thomas Bornhauser und ihre Freunde hatten sich auf dem Gymnasium in Zürich dasWort gegeben, die Errichtung einer höhern Lehranstalt zu erstreben,sobald sie im Thurgau einen Wirkungskreis gefunden hätten. DasVerdienst, die Frage des Unterrichtswesens wieder zur Sprachegebracht zu haben, gebührt der am 15. Oktober 1821 in Wein-felden gegründeten „Gesellschaft zur Förderung des Guten undGemeinnützigen im Kanton Thurgau .“ ln derselben fanden sichgebildete und für die Wohlfahrt des Ganzen wirkende Männeraus den verschiedensten Lebensstellungen zu gemeinsamem Tunzusammen. Bereits in der ersten Sitzung wurde von OberrichterPaul Reinhard, einem der Gründer der Selbständigkeit des Kantons,der Versammlung die Frage vorgelegt über die leichteste Her-stellung und zweckmäßigste Einrichtung eines Instituts für die Um-gegend von Weinfelden oder auch mit weiterer Ausdehnung fürden ganzen Kanton. Dekan Zwingli , Dekan Däniker, KämmererDenzler und Pfarrer Widmer erhielten den Auftrag, in Verbindungmit dem Antragsteller ein Gutachten über den Gegenstand zu ent-werfen. ln der zweiten Sitzung, am 6. Mai 1822, erwähnte der