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Pfand definitiver Anstellung an der projektierten höhern Lehranstaltsein, deren Errichtung er ebenfalls beschleunigt wünschte. DasGesuch wurde dem Kleinen Rat überwiesen, aber nicht in em-pfehlendem Sinne. Es wurde hervorgehoben, daß Gutmann aller-dings ein vortrefflicher Kopf sei, daß es schwer sein würde, fürdie geplante Schule einen Mann von so vielseitigen Kenntnissen zufinden, der in so verschiedenen Fächern Unterricht erteilen könnte.Allein es sei nicht klug, einen thurgauischen Professor zu ernennen,solange über das Institut selber noch gar nicht entschieden sei.Wenn auch alle Schwierigkeiten, welche sich der Errichtung einerkantonalen Anstalt entgegenstellten, überwunden wären — wasnoch lange nicht sicher sei — so würden, sagt der Bericht, „dieBehörden mit der Bildung einer Professur an einem Institut, dasnirgends besteht, sich dem neckenden Spott derjenigen preisgeben,denen es ohnehin Freude macht, unserm Kanton etwas anhabenzu können.“ Der Titel hätte in der gelehrten Welt keine Bedeutungund würde im Kanton eher das Gegenteil von dem hervorrufen,was der Provisor erwarte. Der evangelische Kirchenrat ersuchtden evangelischen Teil des Kleinen Rats, die Frage der Errichtungeiner kantonalen Lehranstalt nach allen Seiten zu prüfen und dieEntscheidung so bald als möglich einzuleiten. Falle diese verneinendaus, so könne das von Provisor Gutmann geleitete Institut nichtin die Länge bestehen, indem die Lehrstelle an der Lateinschuleund die Vorbereitung der Kandidaten der Theologie die Kräfte einesMannes übersteigen, und den jungen Leuten könne nicht die Zeitund die Aufmerksamkeit gewidmet werden, welche für jungeStudierende zu wünschen sei. Die Botschaft weist darauf hin, daßan dem Vorschlag einige Aenderungen nötig wären, falls dasInstitut für beide Konfessionen eingerichtet würde.
Am 12. Januar 1815 beschloß der evangelische Teil des KleinenRats: „Auf den Bericht der besondern Kommission, über die vondem evangelischen Kirchenrat in Vorschlag gebrachte Errichtungeines Gymnasii, in welchem diejenigen Kantonsbürger, welche sichdem Studium der Theologie oder anderer Wissenschaften widmen,den nötigen Unterricht erhalten können, hat sich der evangelischeTeil des Kleinen Rats überzeugt, daß ein solches gemeinnützigesUnternehmen in jeder Hinsicht gefördert und bewerkstelligt zuwerden verdiene, daß aber allervorderst bei dem katholischen Teil