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Am See und im Land : Erzählung / von Conrad Uhler
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hast vorhin. Der Seelinie ist das Grab geschaufelt", riefer wieder zum großen Tisch hinüber. „Die vier Bauern,hören Sie! Die Bauern haben Trümpfe, Glück und Geld."

„Geld?" fragte der Telegraphenmann, und er schobseine Brille hastig zur Stirn hinauf. „Letzthin hat mireiner von dort oben verraten - ich sollt' es zwar nie-mand sagen: Wenn man das ganze Vergkomitee auf denKopf stellte, nicht zehn Dublonen fielen aus den Taschen.Den Vösewicht riefe ich vor den Friedensrichter — aberich sag' seinen Namen nicht."

„gehn Dublonen, Donnerhagel", kam's kollernd ausfeistem Mund. „Was wollt Ihr sagen da unten? Ihrgeht ins Ausland, ins Vadische, und hinauf nachSt. Gallen und bettelt, ja bettelt fast kniefällig umHilfsgelder und Blech für eure Dachrinne."

Das war nicht sanft gesprochen, und durch die ganzeZunft ging ein böser Windstoß. Sie löste sich in einzelneGruppen auf, wo man laut gegen einander losging undmit Fäusten und Zungen protestierte. Die Wirtstubeglich einem Marktwinkel, wo sich die Verkäufer derKonkurrenz wegen fast in die Haare geraten.

„So geht's, wenn man die Politik in die Häuserbringt!" murrte einer mit steifem Rücken.

„Krumm oder gerade, über den Berg oder am See,wenn die Lokomotive nur genug Schnauf hat", meinteder bayrische Salzspeditor, und lachte. „Nehmen dieHerren doch wieder Platz! Wirtin, noch so ein Seidel!"

Da kam vom Hausgange her lautes Stimmen-gewirr. Zwei Schüsse knallten irgendwo draußen aufder Straße. Die Türe ging polternd auf.