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Am See und im Land : Erzählung / von Conrad Uhler
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Mich freut es, wackere Gesinnungsgenossen, daßich mich auf Ihr Zutrauen, aus Ihre landesväterlicheFürsorge und Ihren bekannten Gemeinsinn stützen darf.Fassen wir also einen Entschluß! Meine Ansicht ist die:Wir beantragen dem Großen Rat in der nächsten Sommer-sitzung, es sollen in Bern gleichzeitig zwei Begehreneingereicht werden: einmal die Konzession des unheil-vollen Vahnzipfels Romanshorn-Rorschach, nach demBeschluß im Hornung, sodann die Konzession der ganzendurchgehenden Linie Rorschach-Amriswil-Konstanz. Diehohe Bundesversammlung möge zwischen beiden Linienentscheiden, zur Beruhigung unsers Thurgaus, zum Wohldes ganzen lieben Vaterlandes und namentlich auch imInteresse der großen Alpenbahn durch den Gotthard.Das ist mein Rat, verehrte Herren!... Wie stellen sichunsere Aussichten, für die ganze obere Linie?... Glänzend,sag' ich Ihnen. Denn im hohen Berner Rat sitzen einfluß-reiche Herren, die alle unserm Plane gewogen sind, ichkenne sie."

Die Eisenbahnbarone", warf ein Altnauer kühndazwischen und lachte dazu.

Sie lachen, und es ist doch so. Ueber gute Freundemuß man verfügen können, solche, die Gewicht haben,sonst gelangt man nicht zum Ziel. Und nach dem Gott-hard zielen jetzt alle Projekte. Wer denkt noch an dieThurgauer Dachrinne unten am See? Wir werden siegen!Wir werden ganz gewiß siegen! Doch einstweilen, biszur Großratssitzung empfehle ich sorgsames Schweigen-nur wo's durchaus tunlich ist, heimliches Werben beiangesehenen Persönlichkeiten!"