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gewünschte Quantum Korn einkaufen konnte. Noch amgleichen Tag wurde die Rückreise angetreten, aber aufeinem andern Weg, über den Bernhardin nach Splügen ,Thusis, Reichenau und Cliur, dann das Rheintal hinunterbis Rheineck und eine Strecke weit zu Schiff auf demBodensee . Am 8. Brachmonat langte die Mannschaftmit der Ladung glücklich in der Heimat an.
Aber die Reise und besonders der Rückweg erfolgtenicht so leicht, wie man das schreibt oder liest. Mandenke sich, wie die Männer mit einer schweren Lastauf dem Rücken Tag für Tag weite Strecken zurück-zulegen hatten, die heutzutage manche selbst ohne Ge-päck nicht zu Fuss durchwandern würden; dann dieschlechten Wege und die Schwierigkeiten, Nachtherbergeund Nahrung zu bekommen! Mehr als einmal musstendie müden Träger des Nachts auf ein Bett verzichten,schliefen auf dem Heu oder auf einem blossen, hartenHolzboden, wo sie auch nicht einen Strohhalm zur Unter-lage hatten: öfters wies man ihnen die Türe oder gabihnen nur geringe Speise, oder sie fanden alles so un-reinlich, dass sie aus Ekel fast nicht essen konnten.Auf der Höhe der Alpen wanderten sie einmal unterSchnee und Regen bei kaltem Nordwind über vier Stunden,ohne ein Haus oder auch nur einen Baum anzutreffen.Einmal wurde der rechte Weg verfehlt, und die Nacht- überfiel die Wanderer in einer ganz unwegsamen, felsigenGegend mit tiefen Abgründen, wo ein Fehltritt schwereFolgen haben konnte; doch kamen sie wieder auf dierichtige Fährte und fanden noch eine Unterkunft in einemBergdörflein, wo sie Gott innig dankten für die Errettungaus drohender Lebensgefahr. Ein ander Mal glaubtensie, einen guten Weg gefunden zu haben, gerieten dannaber unvermutet auf ganz sumpfigen Boden, so dass dievordem Männer mit ihren Lasten bis an die Hüfte ein-sanken, und die hintern, nachdem sie ihre Bürden beiSeite gelegt, alle Mühe hatten, ihre Kameraden wieder