Buch 
Lesebuch für das dritte Schuljahr / bearbeitet von der thurgauischen Lehrmittelkommission ; Buchschmuck von Carl Roesch, Diessenhofen
Seite
37
JPEG-Download
 

37

Dank. Aber keiner sprang gleich ins Wasser. Langsam kühltesich ein jeder zuerst ab. Dann aber sprangen sie jubelnd in dieklare Flut. O, wie warm ist das Wasser, riefen alle. AberFritz wollte doch nicht hinein. Er fürchtete sich. Da führtenihn seine Schulkameraden hinein und spritzten ihn an. Er wollteweinen; aber er wurde von den andern ausgelacht.

Einige Knaben konnten schon schwimmen. Hermann tauchteunter und streckte die Füße empor. Als er wieder hervorkam,hatte er glatte Kieselsteine in der Hand. Die schleuderte erfort, daß sie lustig über das Wasser tanzten. Einige Knabenmachten Enten und Schiffchen aus Schilfrohr. Auf einmalhatte August einen Blutegel am Bein. Er lachte aber nur,nahm ihn weg und warf ihn wieder ins Wasser.

Bald darauf ertönte ein Pfiff. Das war das Zeichen,daß es für heute genug sei. Jeder trocknete sich mit einemTüchlein ab und zog rasch die Kleider wieder an. In zehnMinuten waren alle wieder marschbereit, und jedem war sowohl wie dem Fisch.

40. Das Bad.

1. Wir baden im Bache ; wir baden im Teich.Wenn's Wasser nur hell ist, so ist es uns gleich.Wenn's Wasser nur hell ist und kühl und frisch,so ist uns darinnen so wohl wie dem Fisch.

2. Der Himmel spiegelt sich in der Flutund rings die Bäume auch wohlgemut.

Wir tauchen darinnen auf und niederspiellustig die schlanken und weißen Glieder.

3. Wir strecken uns gerade; wir biegen uns Krumm;wie schlagen auch Wellen um uns herum.

Wir lernen auch schwimmen noch mit der Zeitund scheun dann kein Wasser, wie tief und breit.