im Thurgau
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Gegen die Trennung der biblischen Geschichte vom übrigenLehrstoff verwahrten sich entschieden Häberlin und Burkhardt.Sie, die beiden Vorkämpfer für Vereinigung der noch nachBekenntnissen getrennten Schulen, wollten dem Trennungs-gedanken nicht durch Schaffung von zwei verschiedenen Lehr-büchlein biblischer Geschichte neue Nahrung geben. Scherraber hatte hierin offensichtlich nicht mehr den Wagemut frü-herer Jahre; übrigens bewiesen Erfahrungen in späterer Zeit,wie schwer es hielt, ein gemeinsames Lehrmittel für biblischeGeschichte zu bekommen. In der zweiten Frage befand sichScherr in der Minderheit. Er hatte die unentgeltliche Ab-gabe der Lehrmittel befürwortet mit der Begründung, diesewerden so wie so auf Widerstand stoßen. Wenn nun dieUnzufriedenen die Bücher auch noch bezahlen müssen, so werdeihr Unwille gegen sie nur noch größer. Die Mehrheit desErziehungsrates stellte sich aber schon mit Rücksicht auf dasSchulgesetz auf einen andern Standpunkt. Ungehalten darübererklärte Scherr, daß er seinen Schulbuchentwurf zurückziehe.Wohl gelang es Häberlin persönlich, die Einigkeit wieder her-zustellen. Der Vorfall bewies aber trotzdem, wie schlecht ge-fügt der Erziehungsrat im Grunde genommen sei. Ander-seits konnte er auch als Zeugnis für die an Scherr oft gerügte,übergroße Empfindlichkeit gelten. Unterdessen ging die Amts-dauer ihrem Ende zu. Ende Mai nahm Scherr zum letzten-mal an einer Sitzung des Erziehungsrates teil. Im Juni trater vom Amte zurück. Für vier Schulklassen waren nun dieSchulbücher herausgegeben. Der neue Erziehungsrat, der vor-läufig überhaupt noch in den Bahnen des frühern wandelte,beschloß einmütig, Scherr sei auch noch um den Entwurf vonSchulbüchern für die nächsten beiden Klassen zu ersuchen undspäter sei dann zu entscheiden, ob nicht auch noch die obersteSchulstufe ein besonderes Lehrbuch erhalten solle. Der Lehr-mittelausschuß wurde auf 7 Mitglieder erweitert (Dr. Scherr,Burkhardt, Direktor Rebsamen, Pfr. Steiger, Pfr. Meyerhans,Prof. Orelli und Lehrer Wehrli in Eschlikon ). Nach einanderbekamen nun auch die fünfte und die sechste Schulklasse ihreBücher und die Krönung des Werkes war der „Schul- und