Buch 
Thomas Scherr im Thurgau / von Dr. Albert Leutenegger
Entstehung
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121
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im Thurgau

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Schulbücher sind im ganzen kurzlebige Gebilde. Auchdie Scherrschen machten hierin keine Ausnahme. Schon 1867wurde von der Lehrerschaft die Aenderung gewünscht. Dieseunterblieb zunächst, nach Widmer, weil Rebsamen scharf gegenden Vorschlag aufgetreten sei und geradezu mit Rücktritt ausdem Lehrmittelausschuß gedroht habe. So blieb es zunächstnoch beim alten. Nachdem dann aber die Angelegenheitmehrmals die Synode beschäftigt hatte, wurden 1880 dieScherrschen Schulbücher der drei untern Klassen verabschiedetund durch die Rüeggschen ersetzt. In diesen war Scherr alsVerfasser von Lesestücken noch ziemlich stark vertreten. Fürdie obern Klassen entwarf ein Lehrmittelausschuß mit Reb-samen als Haupt die Schulbücher. DerSchul- und Haus-freund" erschien ebenfalls 1880 in umgeänderter Auflage mitder AufschriftLehr- und Lesebuch für die thurgauischen Volks-schulen, 7.-9. Schuljahr. Revidierte Ausgabe von ScherrsSchul- und Hausfreund." In diesem Gewände hat er sichbis 1915 zu erhalten vermocht. Mehr als 50 Jahre trugdemnach das Schulbuch für die oberste Stufe der thurgauischenVolksschule den Namen Scherr auf der Stirne. Jetzt lebtdieser nur noch in einem der Gedichte desLesebuches für dieOberklassen" weiter; auch die neuen Lehrmittel der übrigenKlassen halten sein Andenken nur noch in bescheidener Weiseaufrecht. Wenn es so fortgeht, wird die Erinnerung an Scherrim Thurgau völlig untergehen, und selbst die Schule wirdden Mann vergessen, der sich ihrer einst so warm angenommenhatte. Dem ist vorzubeugen. Schon im Hinblick auf denWert der Heimatgeschichte darf man nicht müßig zusehen, wieScherrs Name von der Zeit verschlungen wird. Wenn esnicht angezeigt ist, wieder wie früher dem Schulbuch derobersten thurgauischen Primarklassen ein Lebensbild Scherrseinzuverleiben, so sollte es doch möglich sein, in den Werken

Wäsche uss. jährlich als Minimum 20 I.ouisä'ors, als Marimum 40von einem Privatzögling beziehe", d. h. so viel, als in Zürich einzelneKantonsschullehrer von ihren Schülern nur als Tisch gelb fordern.<Päd. Beobachter" vom 18. Oktober 1839).