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Mutter wäre außerstande gewesen, neben ihren übrigen Pflichtenmich zu beaufsichtigen und in Schranken zu halten. So hatteich, wenn man mich fragte, was ich werden wolle, keine andereAntwort, als: Ein Bauer. So leicht ich auch lernte, war mirder Gedanke an weitern Schulbesuch als den gesetzlich gefordertendurchaus zuwider. Allein der Vater setzte mir auseinander, wieer außerstande sei, mir einen Bauernhof zu geben. So müsse icheben nach vollendeter Alltagschule auch die Sekundärschule be-suchen; man könne dann weiter sehen, was werden solle. Sokam es, daß ich im Frühjahr 1842 aus der Schule meines Vatersin die Sekundärschule Turbenthal eintrat.
Die Sekundarschulzeit.
Das war für meine körperliche wie geistige Entwicklung eineschöne, glückliche Zeit. Turbenthal ist eine volle Stunde vonSchalchen entfernt. Der Weg war bis Wila ein höchst primi-tiver Fußsteig, bei Regenwetter mehr Bach als Weg, im Wintervereist und für ungeübte Fußgänger geradezu gefährlich. Erstvon Wila an begann eine rechtschaffene und damals vielbefahreneund begangene Landstraße. Da galt es früh auf den Socken sein.Im Sommer um sechs und im Winter um sieben war ich schonunterwegs, und ich erinnere mich nur eines einzigen Males, daßich zu spät kam. Die Uhr des elterlichen Hauses war zurück-geblieben. So war ich immer der Ersten einer auf dem Platze.Die Anstrengung des Weges ist mir nie schwer gefallen; ich habesie spielend überwunden. Sie war für meine körperliche Ent-wicklung vom wohltätigsten Einfluß. Springend und jauchzendhabe ich alle die Mühen des Schulweges getragen. Es kam mirzugut, daß ich von frühester Jugend auf geübt war im Laufenund körperlichen Anstrengungen aller Art. Das Schwärmen imWald beim Holzsammeln und das Arbeiten im Feld hatten meineMuskeln gestärkt. Sodann hatte ich besonders das Gehen gelerntauf den Ferienreisen, die ich mit dem Vater machen durste. Schonals siebenjähriger Knabe machte ich in einem Tage die neunStunden von Herisau nach Schalchen , freilich nicht ohne große
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