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in der ich mit den Händen den Schnee wegschaffen mußte, ge-lang es mir, loszukommen.
All das hat mir nie den geringsten Schaden gebracht; es hatmich vielmehr gekräftigt und abgehärtet. Ich trug keine Stiefel,sondern Uberstrümpfe, die gegen Nässe besser schützen als Leder.Da kam es oft vor, daß Hosen und Uberstrümpfe zu einemKlumpen zusammengefroren waren, ohne daß ich den geringstenNachteil davontrug. So sehr war ich abgehärtet gegen die Unbillder Witterung, daß ich alle besondere Fürsorge der Eltern wieeine Last empfand. Einstmals kaufte mir der Vater ein Paarprächtige Pelzhandschuhe. Aber da ich gewohnt war, beständigauf meinem Wege Schneebällen zu machen und zu werfen, hin-derten sie mich nur. Ich nahm sie darum unter den Arm, umungehindert mein Spiel zu treiben. Darob wurde ich gar nichtinne, daß ich einen der Handschuhe verlor. Erst als ich schoneinige Zeit zu Hause war, und ein denselben Weg gekommenerDorfbewohner kam und fragte, ob ich nicht einen meiner Hand-schuhe verloren habe, zeigte sich's zu meiner Verwunderung, daßich nur noch einen derselben heimgebracht hatte.
Im ersten Jahr meines Schulbesuches hatte ich noch einenum einige Jahre ältern Schulkameraden von Schalchen ; in denzwei übrigen Fahren war ich allein. Aber auch im ersten Fahrzog ich es vor, meist allein meinen Weg zu machen, da mir derGenosse um seines sittlich unreinen Redens und Tuns willen nichtzusagte. Kinder kommen in diesen Fahren in der Schule undsonst mit solchen allerlei Eharakters in Berührung; sie geratendamit in mannigfaltige Gefahren. Eltern können das beim bestenWillen nicht hindern. Da ist denn der beste Schutz für die Kinderder Geist, den sie im Elternhaus geatmet, und das Gebet derEltern für sie. Wenn ich an jene Zeiten zurückdenke und michfrage, wie ich durch sie hindurchgekommen, ohne schweren Schadenzu nehmen, so muß ich mir sagen: Ich weiß es selbst nicht wie.Meiner Kraft kann ich es nicht verdanken; ich war ein leichtes,in den Tag hineinlebendes Gemüt. Gottes Barmherzigkeit undTreue hat mich beschützt. Eines ist mir aber nicht minder gewiß;vom Elternhaus her hatte ich einen unauslöschlichen Eindruck