I. Irgend- mrb Sckulreit.
in halbes Ltündchen vom thnrgauischcn HauptorteFrauenseld entfernt und linker Hand ob der nachSchaffhansen führenden Landstraße liegt anf sonniger Ter-rasse eines sich wellenförmig ausbreitenden Hügels die kleineOrtschaft Straß, ein znr Kirchgemeinde Gachnnng ge-hörender Weiler, dessen Bewohner lediglich Landwirtschafttreiben. Gar freundlich grüßen die zwischen malerischenBaningruppcn stehenden Häuser, die trotz einfacher Bauarteinen gewissen Wohlstand der Besitzer »erraten, ins Thal,an die Bezeichnung „ländlich — sittlich" gemahnend. Wermöchte aus der leichten Anhöhe nicht gerne sein Zelt auf-schlagen? Das idyllisch gelegene Plätzchen böte köstlicheStille, nnverküminerte Ruhe und schiene so recht geeignet,den ermatteten Wanderer zu erfrischen und zu beschaulicherBetracktnng der Natur zu veranlassen; denn obschvn derTrinniphrnf der Lokomotive vom Nvrdostbahn-Geleise her-überbringt und die Heerstraße nach dem Rheinfälle kaumeinen Büchsenschuß weit in der Niederung liegt, bietet dienächste Umgebung des Dörfchens doch einen völlig unbe-kannten Lieblingsplatz für reine Lust, saftiges Grün undSonnenglanz.
Fast mitten im Weiler steht ein Hans, welches wenigerdurch Größe und Schönheit als durch freundliche Anlageund heimelige Umgebung auffällt. Ein Baumgarten mitüppigen Fruchtbäumen, sorgsam gepflegte Blumen und