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gesponnen, die ihm sechs Jahre später die trene Gattin zu-führten, deren feine Bildung und stille Frömmigkeit seinenidealen Bestrebungen volles Verständnis entgegenbrachte.
Der trene Freund schilderte einige Jahre vor seinemHeimgänge das süße Geheimnis selber ungefähr also:
„Während der letzten zwölf Monate erteilte ich inder Pension Janin Unterricht. Unter den Zöglingen be-fand sich ein junger Genfer , Namens Andre Gindroz, dergroße Lust für Physik nnd Chemie zeigte und aus diesemGrunde fleißig mit mir verkehrte. Sei es, daß ihm nebenden genannten Fächern die Art meines Unterrichts gefiel,sei es, daß er am Umgang mit mir und an meiner Be-geisterung für die Naturwissenschaften besondere Freudefand, — er erzählte zu Hause dies nnd das von seinemLehrer, und zwar mit solcher Wärme, daß seine Muttermich eines Tages znm Thee einladen ließ. Da es michaber stets große Ueberwindung kostete, Besuche bei un-bekannten Leuten zu machen, so ließ ich mich höflich ent-schuldigen. Ohne sich hiednrch beleidigt zu fühlen, er-schien Madame Gindroz bald darauf persönlich bei mirnnd es blieb mir keine andere Wahl, als mich zum Nacht-essen in ihrem Hause einzufinden.
Außer der Dame nnd Andrö hießen mich drei Töchterfreundlich willkommen. Unter sehr lebhafter Unterhaltungflogen die wenigen Stunden rasch dahin, fast zu rasch fürmich. Am wenigsten sprach Fräulein Adöle, die jüngsteder drei Töchter, die beim ersten Anblicke mein Herz ge-wann. Der Besuch wurde noch einigemal wiederholt nndmeine Zuneigung zu der stillen, bescheidenen Jungfrauwuchs je länger je mehr. Da ich aber keine Hoffnungaufkommen lassen durfte, bemühte ich mich, das mächtig