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nicht um nachzusehen, sondern mit uns zu leben! BeiNegemvetter machten wir hie und da Kreisspiele im Erd-geschoß des Schulhauses, und wenn wir dazu sangen, ge-schah es ost, daß Herr Schuppli im obern Gang plötzlichden Baß dazu anstimmte. Wie die Kleinen dann kräftigersangen und spähten, ob sie ihn wohl auch erblicken könnten!Ja, sie waren voll Freude, wenn sie ihn nur hörten.
Mit wahrer Begeisterung verfertigten sie jede Weih-nacht eine kleine Arbeit für ihren lieben „Schulpapa."Noch sehe ich all die strahlenden Gesichtchen vor mir,als er einmal als Gcgenfreude einen Korb voll derschönsten Aepfel unter sie verteilte, mit Hilfe seiner ver-ehrten Frau.
Lst mußte ich staunen, wie er trotz seiner vielen Arbeitnoch Sinn und Gedanken bei diesem kleinen Bölklein hatteund ihm Zeit opferte. So ließ er sich's nicht nehmen,unserem Privatweihn achtsbaum im Turnsaal beizuwohnenund bei den Zurüstnngen zu helfen.
Es würde zu weit führen, alle Erinnerungen nieder-zuschreiben, die das Herz bewegen beim Gedanken anHerrn Schupplis Umgang mit den Kleinen. Doch sinddiese Erinnerungen so tief eingegraben, daß sie zeitlebensfrisch bleiben werden. Das Wohl und Weh des Kinder-gartens war ihm so wichtig, wie das der ganzen Schule;nie ging man mutlos von ihm.
Durch seine Demut, mit welcher er sagen konnte:„Ich habe mich geirrt" oder: „Daran bin ich schuld,"beschämte er oft tief und hinterließ nachhaltig gesegnetenEindruck."