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Was ist unsere Liebe zu unserem Lehrer anders alsein Auferstehen seiner Liebe zu uns? Wir wurden unsder Berantwortung unseres künftigen Berufes bewußt,wenn er uns den Geist und Sinn, die Selbstbeherrschungund Milde einer treuen Lehrerin schilderte, ihre Liebe, diealles aufopfert für das Wohl der ihr anvertrauten Kinder-feelen, und fast wollte uns mitunter der Mut entsinkenund die Frage auf die Lippen treten, ob wir denn auchbefähigt seien für diesen herrlichen Bernf? Freundlichinnnterte er nns dann auf, unter Hinweis auf das WortPestalozzis:
„Lieb allein bau» Großes hier vollbringen,
Ivcnn sie wahrhaft ist, das Kreuz nicht scheut."
Nicht nur die Mühen des Amtes wurden uns indessengezeigt, sondern auch der Quell, der die erforderliche Kraftdazu bietet:
„Bete und arbeite!"
Ist diese in Stein gemeißelte Inschrift über der Thüredes Schulhaufes nicht eingegraben in unsere Herzen? Undmöchte der Mut fehlen oder die Kraft, sollten die betendenHände sinken wollen — eines mahnt uns auszuharren:das so oft gehörte Wort: „Nichts kann ich aus mirselbst — alles vermag ich durch Christum !"
Soll man sich da verwundern, wenn unser Lehrer infröhlicher Begeisterung seinem Berufe lebte und wir anseinem Feuer auch unser Lichtlein anzündeten?
Unvergeßlich bleibt es uns, wie freundlich HerrSchnppli jeweilen die Schlußandachten am Sonnabendzu gestalten wußte, wo wir in ernstem Rückblick dieMühen und Sorgen der abgelaufenen Woche begrubenund einen hofsnungsfrohen, schaffensfrendigen Ausblick