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Der jauchzende Bergwald : alte und neue Geschichten / von Meinrad Lienert
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86
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86

Der jauchzende Bergwald.

Einst war es weiß, nun ist es rot;

Er schlug drei Dutzend Welsche tot.

Rumbumm!

Die Feuer reisen durch das Land.

Heijupedihee rumbumm!

Es ist uns hie kein Bein verwandt.

Rummrummrumpedibumm!

O Welt, wir beuteln dich zuletzt

Noch wie ein leeres Vogelnest.

Rumbumm!"

Gut Nacht, Anneli!" riefen die Burschen im Borbei-stampfen.

Sie trat vom Scheiblein weg.

Ja", redete sie vor sich hin,'s ist immer noch wiein den alten Zeiten. Kann's einer nicht mit Geld oder mitder Faust machen, so hat er schon verspielt."

Sie schaute mit dräuenden Augenbrauen in die Glutund legte ein Scheitlein nach.

VIII.

Irgendwo in der Nacht draußen bellte ein Füchslein.

Die Füchse machen sich zu den Häusern", sagte brummendder Twingibauer und nahm seine Schuhe vom Ofen;esgibt eine rechte Winternacht." Dann griff er seine Wald-handschuhe aus dem Ofenrohr, zog die rote Lismerkappeüber die Ohren und schloff in die groben Schuhe.

Wohin wollt Ihr noch, Vater? Die Betglocke vonStöcken hat schon geläutet", sagte die Twingitochter, dieam Ofen saß und Crdäpfel schälte.

Ja, das hat sie", gab der Alte zurück;da ist's Zeit,