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Die Krise in der Baumwollspinnerei datirte vom Jahre 1876 undmachte sich seit dieser Zeit bald heftiger, bald weniger stark fühlbar.Erst 1889 ließen sich wieder Anzeichen der Besserung erkennen, indemdas fortwährende Zurückgehen der Spindelzahl ein Ende nahm und dieSpinnerei auf einem gewissen Beharrungspunkte angelangt war, von demaus man wieder mit größerer Ruhe und Sicherheit in die Zukunftblicken konnte. Doch schon gegen Ende des folgenden Jahres trat wiederder alte unerfreuliche Zustand ein und erkannte man schon damalsresignirt, daß die schweizerische Spinnerei keiner wettern Ausdehnungfähig sei, so lange Europa am System der Sperrzölle festhalte. DieseKlagen sind seither nicht mehr verstummt, wenn auch die Klang-farbe derselben durch die Prosperität der wirtschaftlichen Lage im all-gemeinen sowie die Situation der Weberei, Stickerei rc. etwelche Änderungerfuhr.
Über die Entwickelung und den heutigen Stand derselben sollenbeistehende Zahlen noch weitere Auskunft geben:
Jahr:
Einfuhr
von
Rohbaumwolle:
Firmen:
Spindeln:
Garn-produktion :
Garn-
ausfuhr:
Arbeiter:
4
4
4
1844
95,250
131
662,080
80,000
—
10,000
1857
118,563
268
1350,000
85,000
9,252
—
1866
168,379
—
1600,000
—
—
—
1876
245,168
—
1-854,091
—
53,874
—
1884
272,492
95
1841,393
197,905
64,282
—
1888
223,425
92
1-722,299
227,250
73,758
11,200
1900
231,871
—
1-666,000
—
59,901
—
Die Aaitnuvoüiveöerei, deren industriemäßige Anfänge vorn Beginnedes 18. Jahrhunderts datiren, hat ähnliche Schicksale erlebt. Der Weiß-weberei von Baumwolltuch brachte die Erfindung des mechanischen Web-stuhls eine schwere Krise, welche nur durch die Verpflanzung dieses Fort-schritts in unser Land zu beendigen war. Zwar vermochte das bekannteVorgehen der Handweber in Uster dies für die Zeit von fünf Jahrenzu verschieben. Aber schon 1837 faßte die mechanische Weberei festenFuß und verbreitete sich so rasch, daß schon um die Mitte des 19. Jahr-hunderts über 3000 mechanische Webstühle im Betrieb waren. Die Mehr-zahl der Handweber war in die Fabrik gezogen worden, oder hatte sichzum Übergang zur Buntweberei entschließen müssen, die für einmal nochHand- und Hausindustrie blieb. Doch in den fünfziger Jahren begannbereits der Übergang derselben zum mechanischen Betrieb, welcher im