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Installateuren, Schmieden, Hufschmieden, Kupferschmieden, Messer-schmieden, Fcilenhauern, Wagnern, Buchbindern (mit Ausnahme einigerSpezialitäten), in der Kleinmechanik, Photographie (Landschaften-Photo-graphie wird fabrikmäßig betrieben), und Herstellung von Streich-instrumenten.
Endlich hat der fabrikmäßige Betrieb gar nicht Boden gefaßt beiden dekorativen Gewerben der Flach- und Dekorationsmaler, Gipser,Stukkateurs, Tapezierer, Graveurs, ferner in der Xylographie, bei denCoisfeurs, Maurern, Zimmerleuten, Dachdeckern und Kaminfegern, inder Kürschnerei (wo aber keine einheimischen Arbeiter beschäftigt sind)und im Gartenbau.
Einzelne Gewerbe haben zugleich Großindustrie-, Hausindustrie-und Handwerksbetrieb; andere werden noch in Verbindung mit Handelgewissermaßen handwerksmäßig betrieben, sind aber auf den Bezug aus-ländischer Fabrikate angewiesen. Sodann gibt es eine Anzahl Klein-industrien, die Wohl niemals handwerksmäßig, bezw. ohne Maschinen,betrieben wurden und daher nicht wohl in die I. Klasse eingereihtwerden können.
Zu den Gewerben mit Großindustrie, Hausindustrie und Handwerks-betrieb gehört vor allem die Schuhmacherei und Schneiderei.
Die fabrikmäßige Schuhmacherei wurde bei uns im Jahr 1850,also znr Zeit, wo die sog. Bottinen mit elastischen Einsätzen in Modekamen, fast gleichzeitig in Schönenwerd und Winterthur eingeführt. DieEinführung der Nähmaschinen, der Sohlenschraubmaschinen, der amerika-nischen Sohlennähmaschinen, nebst den verschiedenen Hülfsmaschinen rc.gab der Fabrikation einen kräftigen Aufschwung. Die günstigen Jahrevon 1871—74, wo Deutschland und Frankreich an der Deckung unseresBedarfs nicht teilnehmen konnten, sowie Zollerhöhungen gaben der Industrieeine ziemliche Ausdehnung. Dieselbe teilt sich in Fabriken, welche größten-teils für den Export und solche, welche hauptsächlich für den inländischenBedarf arbeiten, wobei sie sich mit den zahlreichen Handwerksmeisternin die Arbeit zu teilen haben. Seit 1877 hat sich die Zahl der Eta-blissements mehr als verdoppelt und diejenige der Arbeiter, welche sichim Jahr 1895 auf 6567 belief, verdreifacht. Der Export schwankt seitbeinahe zwei Jahrzehnten um fünf Millionen, trotz des Ausfalls imAbsatz feiner Lederschuhe seit dem Ausbruch der argentinischen undaustralischen Krisis, welchen unsere Schuhindustrie durch Kultivirung derDamenschnhc aus Lasting für England und dessen Kolonien zu deckensuchte.