41
Die Einfuhr von Handelsdünger ist von 93,000 g auf 316,000 c>,und von 1454,000 Fr. auf 2-241,000 Fr. im rohen Zustande, undaufgeschlossen von 75,000 <p im Jahr 1886 auf 174,000 <i im Jahr1893, bezw. von 1'072,000 Fr. auf 2430,000 Fr. angewachsen. Trotzder starken Entwertung, bezw. der Entdeckung und Verwendung billigererStoffe, repräsentirt der erstere im Jahr 1896 das doppelte, der letztereetwa das l'/z fache der ursprünglichen Wertzisfer. Auch die Einfuhrvon rohen Knochen und Leimleder ist von 31,000' y anno 1885/1886auf 64,000 g im Jahr 1896 gestiegen. Die gegenwärtige Produktionan künstlichen, mit Schwefelsäure ausgeschlossenen Düngern in der Schweiz wird gegen 30,000 Tonnen betragen, die Einfuhr circa 25,000 Tonnen,so daß sich der Gesamtkonsum der Schweiz auf circa 55,000 Tonnenbeläuft.
Die MelMtterrmg hat sich die Fortschritte der agrikultnr-chemischen Versuchsanstalten ebenfalls zu Nutzen gemacht und den sog.Kraftfuttermitteln einen ungemein raschen Eingang in die Landwirtschaftverschafft. Im Jahr 1885 wurde an Kleie, Ölkuchenmehl, Viehfutter-mehl, Johannisbrot), Malzkeimen, sowie anderweitig nicht genannten, zuZwecken der Viehsütterung dienlichen Abfällen 69,129 ^ in die Schweiz ein- und 32,731 ausgeführt. Von 1890 an zeigte die Einfuhr anKraftfutter folgende Ziffern:
4 Will. Fr.
1860
109,054
1,44
1891
106,102
1,Z9
1892
126,569
1,73
1893
861,131
",44
1894
142,775
1,77
Ferner ist hier an die Verwendung der Mehlprodukte, sowie desGetreides, der Biertreber und der sog. Schlempe als Kraftfutter zuerinnern.
Die Richtung unserer Landwirtschaft auf einen intensiven Futterbauwurde durch die Kartoffel wesentlich unterstützt, weil sie sich für dieZubereitung des Bodens zu Kunstwiesen als Vorfrucht besonders guteignet und bei der Volksernährnng bis zu einem gewissen Grade dasGetreide zu vertreten hatte. Der Anbau der Kartoffeln, zu Anfang des18. Jahrhunderts bei uns eingeführt, hat sich unter dem Einfluß derTeuerung von 1770, der Drangsale von 1799 und der Hungersnot von1817 mächtig entwickelt. Die gesamte Schweiz , mit aller Bevölkerungs-zunahme, wie sie seit ungefähr einem Jahrhundert stattfindet, ist weitentfernt so viel Getreide außer Landes einkaufen zu müssen wie in